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"Papa, was hast du getan?": Sohn musste zusehen, wie Angeklagter seine Mutter attackierte

Mit mindestens 30 Messerstichen soll ein Mann seine getrennt lebende Frau attackiert haben. Was der Angeklagte dazu sagt.
AZ/dpa |
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Der 34-Jährige ist wegen versuchten Mordes angeklagt.
Der 34-Jährige ist wegen versuchten Mordes angeklagt. © Malin Wunderlich/dpa

Im Prozess um einen mutmaßlichen Messerangriff auf seine von ihm getrennt lebende Ehefrau hat ein 34-Jähriger die Tat vor dem Landgericht München I im Wesentlichen eingeräumt. Der Mann soll laut Anklagevorwurf im April vergangenen Jahres mindestens 30 Mal auf die Frau eingestochen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord sowie schwere und gefährliche Körperverletzung vor. 

In der Verhandlung verliest die Anwältin ein Statement des Angeklagten

Der Angeklagte soll im April vergangenen Jahres an der Wohnung der von ihm getrennt lebenden Frau gewartet haben und mit ihr zur Schule des gemeinsamen Sohnes gelaufen sein. Kurz vor der Schule habe er dann ein Messer gezückt und mindestens 30 Mal zugestochen. 

In der Verhandlung verlas seine Anwältin ein Statement ihres Mandanten. Darin gab er an, seine Frau habe unmittelbar vor der Tat gesagt, er würde seine Kinder nie wieder sehen, sobald die Scheidung, die sie zuvor beantragt hatte, in Kraft trete. Daraufhin habe er auf sie eingestochen.

Sohn sieht Angriff auf die Mutter

Der gemeinsame Sohn der beiden kam laut Staatsanwaltschaft dazu - und war dabei, als sein Vater auf einer öffentlichen Grünfläche die Mutter angriff. In der Verhandlung schilderte der Angeklagte, dass sich ihm der Moment eingebrannt habe, als er gemerkt habe, dass sein Sohn neben ihm stand und gefragt hat "Papa, was hast du getan?" Das nehme ihn sehr mit.

Anklage: Wiederholt häusliche Gewalt

Laut Anklagebehörde soll der Mann nach dem Angriff seine eigene Mutter angerufen, ihr per Kamera die verletzte Frau gezeigt und gesagt haben, die Sache sei erledigt. 

Das Paar war laut Staatsanwaltschaft seit 2015 verheiratet und hat zwei gemeinsame Kinder. Während der Beziehung kam es der Anklage zufolge wiederholt zu häuslicher Gewalt, die sich im Laufe der Beziehung zuspitzte, bis sich die Frau 2024 trennte. Daraufhin sei ein Kontaktverbot angeordnet worden, gegen das der Mann immer wieder verstoßen habe.

Der Mann soll laut Anklage mehrfach versucht haben, die Frau durch Drohungen zurück in eine Beziehung zu zwingen. Vor Gericht sagte der Angeklagte: "Es ging mir von Anfang an nur um meine Kinder." Deshalb habe er gegen das Kontaktverbot verstoßen. Zudem bereue er seine Handlungen zutiefst. "Ich muss immer an die Tat denken, was ich gemacht habe", sagte er.

Zuletzt soll der 34-Jährige laut Staatsanwaltschaft seinem Opfer auch mit dem Tode gedroht haben. Er selbst sagte, die Tatwaffe habe er ursprünglich nur zur Abschreckung gekauft, um der Frau zu zeigen, wie ernst es ihm sei, dass er wieder mehr Kontakt zu seinen Kindern wolle. 

Opfer: Angst vor Familie des Ex-Mannes

Die Vernehmung der inzwischen geschiedenen Frau, die als Nebenklägerin auftrat, fand auf ihren Wunsch per Video und unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Ex-Frau hat laut Staatsanwaltschaft noch immer Angst vor der Familie des Angeklagten. 

Das Landgericht München I hat neun Verhandlungstage angesetzt, das Urteil könnte demnach am 17. Februar gesprochen werden.

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  • Witwe Bolte vor 3 Stunden / Bewertung:

    Deutscher?

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  • Himbeer-Toni vor 2 Stunden / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Witwe Bolte

    Bestimmt nicht. Sonst würde das im Artikel drei mal erwähnt werden.

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  • Da Ding vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Witwe Bolte

    Na, wieder am hetzten?

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