Baustelle Hackerbrücke: Was wird hier eigentlich gemacht?

Nicht nur die Donnersbergerbrücke und andere größere Baumaßnahmen wie am Luise-Kiesselbach-Tunnel sorgen in der Stadt aktuell für Ärger, ob im Berufsverkehr oder auch zwischendurch.
Auch die Hackerbrücke hat sich in den letzten Wochen zu einer Staufalle entwickelt, wo sich die Autos an Tagen mit großem Verkehrsaufkommen schon mal bis zur Bayerstraße stauen können.

Staufalle Hackerbrücke: Was hier gebaut wird – und was noch kommen soll
Die Brücke ist gemäß Information der Stadt bereits seit Mittwoch, 10. Juni, nur einspurig befahrbar. Eine temporäre Ampel regelt den Verkehr und lässt die Fahrzeuge wechselseitig passieren. Wer die Brücke allerdings regelmäßig befährt, wird sich zuletzt gefragt haben, was denn da eigentlich gemacht wird. Vor Ort sieht man auf der rechten Fahrspur südwärts einen Bereich, der mit Gittern abgesperrt ist, dort wurde der Asphalt entfernt.
Seit den letzten Regenschauern, die nun auch schon wieder eine Weile her sind, hat sich ein grünlich-gelber Tümpel gebildet, darin schwimmen Müll und ein umgekipptes Absperrgitter. Bauarbeiter sucht man vergebens. Das Baureferat kann auf AZ-Anfrage am Montag keine konkreten Details zur Baustelle und zum aktuellen Stand der Arbeiten nennen.

Laut einer kurzen Mitteilung der Stadt von Mitte Juni handelt es sich bei den Arbeiten offenbar um eine „schadstofftechnische Probesanierung“. Mehr ist inhaltlich nicht zu erfahren.
Generalsanierung für 50 Millionen Euro
Es deutet aber auf das hin, was die Münchner ab Mitte 2027 erwartet. Ab dann soll die Hackerbrücke nämlich über voraussichtlich drei Jahre generalsaniert werden. Das hängt allerdings auch von den Arbeiten an der 2. Stammstrecke ab, mit denen das koordiniert werden muss. Stand jetzt rechnet die Stadt mit Kosten von 50 Millionen Euro.

Die Stadt hatte „erhebliche Schäden“ an beiden Haupttragwerken festgestellt, es besteht „dringender Handlungsbedarf an der Beton- sowie Stahlkonstruktion“, die Generalsanierung sei „unumgänglich“. Bereits im Dezember 2025 wurde die zulässige Last auf 18 Tonnen reduziert, heißt es in einer Nachricht des Baureferats zu den Sanierungsplänen.
Der Plan ist, die beiden Brückenhälften nacheinander zu sanieren, so sei der Fuß- und Radverkehr dann auch weiterhin möglich. Beim Autoverkehr will das Baureferat darauf achten, dass keine Arbeiten gleichzeitig an der Donnersbergerbrücke gemacht werden, sodass diese Umleitung nicht eingeschränkt wird.