Baustelle Hackerbrücke: Was wird hier eigentlich gemacht?

Bauarbeiten an der wichtigen Verbindung über die Stammstrecke geben Rätsel auf: Was wird hier gemacht – und wie lange dauert das noch?
Jan Krattiger
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Was wird hier gemacht? Wegen einer Baustelle ist die Hackerbrücke schon eine Weile nur einspurig befahrbar, Arbeiten sind aber nicht zu sehen. Wegen der Ampelschaltung stauen sich die Autos zu Stoßzeiten schon mal bis zur Bayerstraße.
Was wird hier gemacht? Wegen einer Baustelle ist die Hackerbrücke schon eine Weile nur einspurig befahrbar, Arbeiten sind aber nicht zu sehen. Wegen der Ampelschaltung stauen sich die Autos zu Stoßzeiten schon mal bis zur Bayerstraße. © Jan Krattiger

Nicht nur die Donnersbergerbrücke und andere größere Baumaßnahmen wie am Luise-Kiesselbach-Tunnel sorgen in der Stadt aktuell für Ärger, ob im Berufsverkehr oder auch zwischendurch.

Auch die Hackerbrücke hat sich in den letzten Wochen zu einer Staufalle entwickelt, wo sich die Autos an Tagen mit großem Verkehrsaufkommen schon mal bis zur Bayerstraße stauen können.

Eine greislige Suppe schwimmt zusammen mit dem Stück eines Absperrzauns schon eine Weile in der aufgerissenen Straße.
Eine greislige Suppe schwimmt zusammen mit dem Stück eines Absperrzauns schon eine Weile in der aufgerissenen Straße. © Jan Krattiger

Staufalle Hackerbrücke: Was hier gebaut wird – und was noch kommen soll

Die Brücke ist gemäß Information der Stadt bereits seit Mittwoch, 10. Juni, nur einspurig befahrbar. Eine temporäre Ampel regelt den Verkehr und lässt die Fahrzeuge wechselseitig passieren. Wer die Brücke allerdings regelmäßig befährt, wird sich zuletzt gefragt haben, was denn da eigentlich gemacht wird. Vor Ort sieht man auf der rechten Fahrspur südwärts einen Bereich, der mit Gittern abgesperrt ist, dort wurde der Asphalt entfernt.

Seit den letzten Regenschauern, die nun auch schon wieder eine Weile her sind, hat sich ein grünlich-gelber Tümpel gebildet, darin schwimmen Müll und ein umgekipptes Absperrgitter. Bauarbeiter sucht man vergebens. Das Baureferat kann auf AZ-Anfrage am Montag keine konkreten Details zur Baustelle und zum aktuellen Stand der Arbeiten nennen.

Der Verkehr wird aktuell nur einspurig über die Hackerbrücke geführt.
Der Verkehr wird aktuell nur einspurig über die Hackerbrücke geführt. © Jan Krattiger

Laut einer kurzen Mitteilung der Stadt von Mitte Juni handelt es sich bei den Arbeiten offenbar um eine „schadstofftechnische Probesanierung“. Mehr ist inhaltlich nicht zu erfahren.

Generalsanierung für 50 Millionen Euro

Es deutet aber auf das hin, was die Münchner ab Mitte 2027 erwartet. Ab dann soll die Hackerbrücke nämlich über voraussichtlich drei Jahre generalsaniert werden. Das hängt allerdings auch von den Arbeiten an der 2. Stammstrecke ab, mit denen das koordiniert werden muss. Stand jetzt rechnet die Stadt mit Kosten von 50 Millionen Euro.

Nicht sehr appetitlich: Das Wasser grün-gelb verfärbt und mit Müll angereichert.
Nicht sehr appetitlich: Das Wasser grün-gelb verfärbt und mit Müll angereichert. © Jan Krattiger

Die Stadt hatte „erhebliche Schäden“ an beiden Haupttragwerken festgestellt, es besteht „dringender Handlungsbedarf an der Beton- sowie Stahlkonstruktion“, die Generalsanierung sei „unumgänglich“. Bereits im Dezember 2025 wurde die zulässige Last auf 18 Tonnen reduziert, heißt es in einer Nachricht des Baureferats zu den Sanierungsplänen.

Der Plan ist, die beiden Brückenhälften nacheinander zu sanieren, so sei der Fuß- und Radverkehr dann auch weiterhin möglich. Beim Autoverkehr will das Baureferat darauf achten, dass keine Arbeiten gleichzeitig an der Donnersbergerbrücke gemacht werden, sodass diese Umleitung nicht eingeschränkt wird.

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  • .x.x. vor 28 Minuten / Bewertung:

    Gemacht wird auf Baustellen relativ wenig, dafür werden täglich neue Baustellen aufgemacht. Hier im Norden von München passiert mitunter gar nichts. Föhringer Ring, gesperrt, Frankfurter Ring einspurig, Schleißheimer Str., einspurig, Weitlstr. gesperrt, usw. Anstatt Kräfte zu bündeln und mal eine der Baustellen fertig zu machen, verteilt man und macht immer neue Baustellen auf, die dann wieder monatelang (wenn´s nur Monate sind) den Verkehr behindern. Aber unseren grünen Bürgermeister freut es bestimmt, wenn die Autos stehen. Von daher wird sich nichts ändern...

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  • Wickie712 vor 22 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von .x.x.

    Je mehr Baustellen, desto weniger Bauarbeiter auf einer Baustelle.

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  • kartoffelsalat vor 11 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von .x.x.

    Manchmal muss man auf Material warten, manchmal auf andere Gewerke. Manchmal muss Beton aushärten oder eine andere Baustelle fertig werden damit die Umleitung klappt. Manchmal findet man Blindgänger oder sonstige Altlasten im Boden. Manchmal wird einfach dann gearbeitet wenn Sie nicht gerade vorbei bummeln.

    Diese Pauschalforderungen sind bestenfalls naiv.

    Die Unterstellung gegenüber dem OB stupide, boshaft und haltlos. Lassen Sie das!

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