Vergewaltigung im Englischen Garten Advent 2016: Prozess in München beginnt

Der Prozess am Landgericht beginnt am Montag. Die Ankläger gehen von versuchtem Mord aus.
| Ralph Hub, John Schneider
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Am Montag startete der Prozess in München – die Bilder vom Auftakt.
Sven Hoppe/dpa 4 Am Montag startete der Prozess in München – die Bilder vom Auftakt.
Am Montag startete der Prozess in München – die Bilder vom Auftakt.
Sven Hoppe/dpa 4 Am Montag startete der Prozess in München – die Bilder vom Auftakt.
Am Montag startete der Prozess in München – die Bilder vom Auftakt.
Sven Hoppe/dpa 4 Am Montag startete der Prozess in München – die Bilder vom Auftakt.
Dezember 2016: In der Nähe von St. Emmeram durchforstet die Polizei das Gebüsch nach Spuren der Vergewaltigung.
Thomas Gaulke 4 Dezember 2016: In der Nähe von St. Emmeram durchforstet die Polizei das Gebüsch nach Spuren der Vergewaltigung.

München - Die Tat versetzte viele Münchner in Angst. Eine 45-jährige Joggerin war am vierten Adventssonntag 2016 im Englischen Garten bei St. Emmeram vergewaltigt worden. Vier Monate später konnte die Polizei einen Tatverdächtigen festnehmen. Am Montag beginnt der Prozess gegen ihn.

Der 28-jährige Murat A. (Name geändert) muss sich in dem Fall der Münchnerin auch wegen versuchtem Mord verantworten. Der mutmaßliche Täter hatte sein Opfer so lange mit ihrem eigenen Stirnband gedrosselt, dass sie das Bewusstsein verlor. Der Vergewaltiger floh. Die Frau hätte erfrieren können. Doch sie erwachte glücklicherweise und konnte in einem Gasthaus Hilfe holen.

Doch der Täter hatte sie in der Dunkelheit des Dezemberabends von hinten gepackt und zu Boden gebracht. Ihre Beschreibung bleibt daher vage. Die Ermittler kommen zunächst nur schwer voran.

Murat A. leugnet alles – trotz eindeutiger DNA-Spuren

Dann der Durchbruch: Ein Raubüberfall in Feldmoching wird dem Angeklagten zu Verhängnis. Er arbeitete Ende 2016 als Aushilfe in einer Firma. Sein Chef wird am 14. Dezember in seinem Büro von zwei bewaffneten Männer bedroht. Die Täter entkommen mit 1.300 Euro aus einer Geldkassette.

Die Kripo ermittelt und fordert alle Mitarbeiter des Unternehmens zur Speichelprobe auf, um sie als Verdächtige ausschließen zu können. Auch Murat A. ist dabei. Freiwillig gibt er seine Speichelprobe ab. Fühlt er sich zu sicher?

Die Probe kommt ins Labor. Im Februar liegt das Ergebnis vor. Der genetische Fingerabdruck wird mit den beim BKA gespeicherten Daten abgeglichen. Das Ergebnis passt zur DNA eines zweifachen Vergewaltigers. Denn die DNA von Murat A. war auch Ende 2015 nach der Vergewaltigung einer 28-Jährigen in Rosenheim entdeckt worden. Das passt zu den wechselnden Wohnorten des Mannes.

Er war im Oktober 2015 mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn nach Bayern eingereist. Die Familie lebt Ende 2015 zunächst in Rosenheim. Später dann in Berg am Laim, wo sein zweites Kind zur Welt kommt. Trotz dieser Indizien leugnet Murat A. nach seiner Festnahme die Taten.

Das Gericht hat zwölf Verhandlungstage terminiert. Ein Urteil würde demnach am 17. Mai gesprochen.

Joggerin (45) im Englischen Garten vergewaltigt

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