Vater und Tochter im Feringasee ertrunken? Besorgte Seniorin sorgt für Großeinsatz
Vermutlich auch angesichts der vielen Ertrinkungsfälle der vergangenen Wochen wählte eine besorgte Seniorin am Samstagabend den Notruf. Ihr 46-jähriger Sohn und ihre 12-jährige Enkelin seien im Feringasee in Unterföhring schwimmen gegangen und seit längerer Zeit nicht zurückgekehrt.
Sofort rückten mehrere Streifen der Polizei sowie Einsatzkräfte von Feuerwehr, Wasserwacht und Rettungsdienst zum Feringasee aus und leiteten umfangreiche Suchmaßnahmen ein, wie die Polizei mitteilt.
Großeinsatz am Feringasee – dann tauchen Vater und Tochter auf
Auch ein Rettungshubschrauber und mehrere Boote beteiligten sich an der Suche nach Vater und Tochter. Die 79-jährige Münchnerin gab an, dass die beiden bereits seit etwa einer halben bis einer Stunde verschwunden gewesen seien.
Nach weiteren rund 30 Minuten – noch während die Einsatzkräfte nach den beiden suchten – tauchten der 46-Jährige und seine Tochter schließlich wohlbehalten am Ufer auf. Sie seien lediglich länger schwimmen gewesen als geplant, erklärten sie den Einsatzkräften. Damit endete der Großeinsatz glücklicherweise glimpflich.
Vermehrt Ertrinkungsfälle diesen Sommer
Die Sorge der Seniorin ist angesichts der jüngsten Badeunfälle in München und der Region nachvollziehbar. Wie die AZ berichtete, kam es in den vergangenen Wochen mehrmals zu schweren Vorfällen an Badeseen. Zuletzt schwebte ein 23-Jähriger nach einem Badeunfall im Langwieder See in Lebensgefahr.
4000 Euro pro Stunde: Sucheinsätze kostspielig
Manche Rettungseinsätze stellen sich später als Fehlalarm heraus – dennoch müssen die Einsatzkräfte freilich jeder Vermutung eines möglichen Ertrinkungsfalls sofort nachgehen. Das ist nicht nur personell aufwendig: Wie die Polizei der AZ kürzlich mitteilte, kostet allein der Einsatz eines Polizeihubschraubers rund 4000 Euro pro Stunde.
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