Vandalismus durch Löwen-Fans: Polizei nimmt sechs Jugendliche aus München fest

Die sechs Jugendliche sollen Schaufenster, Wände und ein Fensterbrett im Stadtteil Giesing mit gelber und grüner Farbe beschmiert haben. Der Schaden wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Was für Konsequenzen jetzt den Löwen-Fans drohen.
Ralph Hub
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Zehn Streifenwagen waren im Einsatz, um verdächtige Löwen-Fans in Giesing festzunehmen. (Symbolbild)
Zehn Streifenwagen waren im Einsatz, um verdächtige Löwen-Fans in Giesing festzunehmen. (Symbolbild) © Sven Hoppe

Polizisten haben an Pfingsten sechs Fans des TSV 1860 München erwischt, die in Giesing „ihr Revier“ in den Vereinsfarben Gold und Grün markiert haben. Sie wurden wegen Sachbeschädigung angezeigt. Der Schaden beträgt mehrere Tausend Euro.

Passanten verständigten am Samstag gegen 11.15 Uhr den Polizeinotruf. Sie hatten Jugendliche beobachtet, die an der Tegernseer Landstraße Gebäude mit Farbe besprühten. Die Zeugen hatten zudem bei einem der Verdächtigen eine Pistole gesehen.

Großeinsatz der Polizei

Die Einsatzzentrale schickte daher mehr als zehn Streifen nach Giesing. Die Beamten konnten noch am Tatort sechs Jugendliche festnehmen. Bei einem 15-Jährigen fanden die Polizisten zwei Softair-Pistolen. Die Waffen wurden sichergestellt. Zudem fanden die Beamten unter einem am Fahrbahnrand geparkten Auto mehrere Spraydosen. Auch an der Kleidung der Verdächtigen waren Farbreste.

Verdächtige sind zwischen 14 und 17 Jahre alt

Bei den Löwen-Fans handelt es sich um Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, allesamt wohnen in München. Es handelt sich um deutsche, australische, afghanische sowie ukrainische Staatsangehörige.

Die Verdächtigen sollen drei Schaufensterscheiben, eine Hauswand sowie ein Fensterbrett beschmiert haben. Sie sprühten in Gelb und Grün "TSV" „1860“ und das Wort „Toni“. Neben zivilrechtlichen Schadensersatzansprüchen zur Beseitigung der Schmierereien müssen sie sich auch wegen Sachbeschädigung verantworten, sagte am Dienstag ein Polizeisprecher. Die Tatverdächtigen wurden nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen ihren Erziehungsberechtigten übergeben.

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