Utopisten-Demo: Wie verschieden wir von unserer Stadt träumen

Utopisten, das sind jene Spinner, die mit dem Kopf in regennassen Wolken hängen und von Sonnenschein träumen - so die spöttische Meinung jener, die sich mit dem Ist als Status Quo abgefunden haben. Dass Utopisten real Handelnde sind, die unsere Stadt, ihre Menschen und die Münchner verändern, hat sich am Mittwoch eindrucksvoll bei "Utopia", der Münchner Kulturprozession des Vereins Kulturraum gezeigt.
| Jasmin Menrad
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München - Die Idee: Utopisten und Gäste ziehen mit Schauspielerin und Regisseurin Kathrin Anna Stahl laut und lustig von der Kirche über die Straße zum Rathaus und dann ins Wirtshaus. Womit sie die wichtigsten Münchner Orte für sich und ihre Ideen eingenommen haben. Los geht's in der Heiliggeistkirche, wo Künstlerin und Partyveranstalterin Polina "Polly" Lapkovskaja von ihrem Traum eines Hauses, in dem man nicht nur existieren, sondern leben kann, singt. Entrückt schön, wie sie sich an den Kontrabass lehnt und in die Kirchenkuppel klagt. AZ-Redakteurin und Poetry Slamerin Anja Perkuhn entwirft für ihr dreijähriges Patenkind eine Stadt wie einen Spielplatz, in der wir alle im selben Buddelkasten sitzen und eine Sandlokomotive Augen aus Fingernagelglitzerstein und einer afghanischen 10-Pul-Münze braucht, um zu sehen, wie schön das hier ist.

Der Verein Kulturraum, der die Benefizprozession veranstaltet, hat sich selbst ein utopisches Ziel gesetzt, erklärt Schirmherrin Liesl Weapon: Kultur für alle! Seit seiner Gründung 2011 haben 150 Ehrenamtler über 70.000 Freikarten für Konzerte, Theater und Kino an ihre Kulturgäste - einkommensschwache Münchner - vermittelt.

Die netteste Demo des Jahres

Angeführt von der kracherten Fröhlichkeit der Schicksalcombo geht's auf einen Abstecher zum Valentin Karlstadt Musäum, wo Andreas Knoll und Holger Paetz Texte von Valentin gegen jede gängige Vernunft lesen. Im Tal dann einer dieser Momente zwischen Gänsehaut und Grinsen: Der Münchner Kneipenchor hat sich auf der Straße aufgereiht. Jeder Chorknabe steht mit einem roten Ballon auf einem Bierkasten und singt ein Lied, sein Lied - von "Bella Ciao" bis "Back for good". Im alten Rathaus berichtet Bellevue-Gründer Till Hoffmann, dass das utopische Projekt in der Müllerstraße Ende dieses Jahres fertig ist. Der Jugendclub der Kammerspiele verwischt Geschlechtergrenzen und lässt alle zu Cowboys werden und Anna Schmid überwältigt mit einem Song über die Heimatstadt, die fremd wird.

Gemeinwohl-Ökonom Christian Felber tanzt mit seiner Partnerin seine Idee von einer Wirtschaft, die dem Wohlbefinden der Menschen zu dienen                                                                                                     hat. Und ja, das klingt beknackt (einen Vortrag tanzen, nicht das Gemeinwohl), aber es ist wohl einer der Höhepunkte, weil's dicht und klug ist, was sich Felber erdacht hat und lebt. Berufs-Fantast Ecco Meineke will mit Elena ins Kino gehen und im Dunkeln Händchen halten. Sogar der Stadtrat soll sich damit beschäftigen. Was Postkutschen und Syrien mit Meinekes Wunsch nach Kuschelkino zu tun haben, erklärt er rührend und geistreich.

Ein Platzregen treibt die Utopistenprozession in eine Unterführung beim Alten Hof, wo der MixMuc-Chor von Kulturraum, der so gemixt ist, wie's der Name vermuten lässt, "Ace of Spades" singt. Sogar die Polizei singt mit. Die Polizisten ziehen später nicht mit ins Hofbräuhaus ein (wären sie aber wohl gerne - denn so eine nette Demo gibt's nur einmal im Jahr), wo die Utopisten schnell an großen Tischen zusammenrücken, um neue Utopien anzugehen.

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