Urteil gefallen: Ehefrau in Harlaching erstochen - Mann lebenslang in Haft

Urteil im Prozess um den Messer-Mord von Harlaching: Der 44-Jährige, der seine 43 Jahre alte Ehefrau auf offener Straße erstochen hat, wurde zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.
| AZ/dpa
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Der Angeklagte, hier beim Prozessauftakt im Oktober, muss lebenslang ins Gefängnis. (Archivbild)
Aleksandra Bakmaz/dpa Der Angeklagte, hier beim Prozessauftakt im Oktober, muss lebenslang ins Gefängnis. (Archivbild)

München - Weil er seine Ehefrau auf offener Straße erstochen hat, muss ein 44-Jähriger lebenslang ins Gefängnis.

Das Landgericht München I verurteilte den Mann am Freitag wegen Mordes und stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Kroate die 43-Jährige im November 2017 mit 24 Messerstichen in Rücken, Brust und Hals tötete, nachdem diese sich von ihm getrennt hatte.

Nach Attacke: Täter ließ sich widerstandslos festnehmen

Der Mann hatte gestanden, seiner Frau frühmorgens mit einem Küchenmesser auf dem Weg zur Arbeit gefolgt zu sein und sie nahe der gemeinsamen Münchner Wohnung erstochen zu haben. Danach verletzte er sich leicht mit dem Messer – und rauchte eine Zigarette, bis die Polizei kam. Das Opfer starb kurz darauf an Blutungen im Krankenhaus.

In der 25 Jahre dauernden Ehe hatte der Mann seine Frau und auch die drei gemeinsamen Söhne nach Feststellung des Gerichts immer wieder gewalttätig misshandelt. Er sei außerdem alkoholsüchtig gewesen. 2016 zog die Frau von Kroatien nach München, um dort Geld für die Familie zu verdienen, der Mann folgte ein Jahr später nach. Am Abend vor der Tat trennte sich die Ehefrau von ihm und forderte den 44-Jährigen auf, zurück nach Kroatien zu gehen und dort eine Therapie zu machen. Zur Tat entschloss er sich laut Gericht, nachdem sie seinen Bitten um eine letzte Chance nicht nachgab.

Tat von "absolutem Vernichtungswillen" getragen

Der Angeklagte habe aus niedrigen Beweggründen und heimtückisch gehandelt, sagte der Vorsitzende Richter Michael Höhne in der Urteilsbegründung. Die Tat sei von einem "absoluten Vernichtungswillen" getragen gewesen.

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