Unbekannter bittet um Asyl: Stimmt seine Geschichte?

Die Bundespolizei hat mit einem Asylsuchenden am Flughafen zu tun und bekommt Zweifel. Seine Identität und den Wahrheitsgehalt der aufgetischten Story muss jetzt das Bundesamt klären.
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Beinahe täglich landen am Münchner Flughafen Reisende bei der Bundespolizei und bitten um Asyl. Ob mit gefälschten oder ganz ohne Dokumente ist dabei für den Asylantrag unerheblich.
Bundespolizei Beinahe täglich landen am Münchner Flughafen Reisende bei der Bundespolizei und bitten um Asyl. Ob mit gefälschten oder ganz ohne Dokumente ist dabei für den Asylantrag unerheblich.

München – Keine Dokumente, Keine Verständigungsmöglichkeit. Die Voraussetzungen hätten nicht schlechter sein können für einen Mann, der aus Thessaloniki kommen am Flughafen München nach Deutschland einreisen wollte. Die Bundespolizei kontrollierte ihn am Mittwoch und nahm ihn mit auf die Wache.

Wie sich später im Gespräch mit einer Dolmetscherin herausstellte, war der Mann arabischer Abstammung. Dass er ein in Kuwait geborener Iraker sein soll, konnte der angeblich 30-Jährige aber nicht beweisen. Er erzählte, er sei in seinem Heimatland verfolgt worden und suche nun Asyl in Deutschland.

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Er habe einem syrischen Schleuser umgerechnet 2.000 Euro bezahlt, damit dieser ihn nach Deutschland bringt. Nach Stationen in der Türkei und Griechenland mit verschiedenen gefälschten Dokumenten sei er schließlich in München gelandet. Für den Check-In in Thessaloniki habe er eine gefälschte Identitätskarte benutzt, die er auf Weisung des Schleusers noch vor dem Einstieg ins Flugzeug entsorgt haben will. Aber weder in seinen beiden Mobiltelefonen noch auf seinem Tablet fanden sich Hinweise, die seine Angaben über seine Identität bestätigt hätten.

Nachdem der junge Mann die Beamten um Asyl bat, übergaben ihn diese zuständigkeitshalber an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Dort wird nun versucht, seine Identität zu klären, und anschließend über seinen Asylantrag entschieden.

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