Umweltzone: Bald gilt das Verbot für Rot

Ab Oktober dürfen nur noch Autos mit gelber und grüner Plakette ins Zentrum fahren. Für Fahrer eines Fahrzeugs mit roter Plakette, die sich in das Zentrum verirren, winken dann deftige Strafen
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So sehen die Feinstaubplaketten aus, die ein Fahrzeug braucht, damit man damit ab dem 1. Oktober in die Umweltzone fahren darf.
ap So sehen die Feinstaubplaketten aus, die ein Fahrzeug braucht, damit man damit ab dem 1. Oktober in die Umweltzone fahren darf.

Ab Oktober dürfen nur noch Autos mit gelber und grüner Plakette ins Zentrum fahren. Für Fahrer eines Fahrzeugs mit roter Plakette, die sich in das Zentrum verirren, winken dann deftige Strafen

MÜNCHEN Jetzt wird’s ernst für die Stinker, ihre letzten Wochen sind angebrochen: Ab Oktober haben Autos mit roter Plakette nichts mehr in der Umweltzone verloren.

Laut Kreisverwaltungsreferat sind insgesamt 12526 Fahrzeuge von dem bald geltenden Bann betroffen. Darunter 8594 Pkw und 3932 Lkw und Busse. Derzeit wird stadtintern noch geklärt, wie damit umgegangen wird, wenn sich ein Stinker trotzdem in die Umweltzone verirrt. „Es soll aber wohl eine Karenzzeit bis Jahresende geben“, heißt es im Kreisverwaltungsreferat. So lange wäre dann noch nicht mit Strafzetteln zu rechnen. Danach wird’s teuer: 40 Euro plus ein Punkt in Flensburg.

Diese Erfahrung haben bislang nur Autofahrer gemacht, die ganz ohne Plakette in der Umweltzone unterwegs waren. Rund 7000 Verfahren gegen unerlaubte Eindringlinge sind bisher eingeleitet worden. Oft gingen die für die Betroffenen dann noch gut aus: Die Zahl der Bußgeldbescheide liegt „nur“ bei 2418.

Vor zwei Jahren war die Umweltzone in München eingeführt worden. Sie entspricht dem Bereich innerhalb des Mittleren Rings. Von den 730000 Pkw und Lkw in München durften damals etwa 35293 nicht mehr in der Zone fahren: Dieselfahrzeuge mit Euro-Norm 1 und schlechter und alle Benziner ohne G-Kat.

Jetzt werden die Vorgaben also zum ersten Mal verschärft. In einem nächsten Schritt sollen auch die Autos mit gelben Pickerln draußen bleiben – so weit ist es nach Auskunft des Umweltreferats aber frühestens im Oktober 2012.

„Im Süden der Republik gehen die Metropolen mit kleineren Schritten voran als im Rest des Landes“, heißt es beim TÜV Süd. In Berlin und Hannover beispielsweise dürften schon seit Jahresbeginn nur noch Autos mit grüner Plakette in die Stadt. Die jetzige Verschärfung in München sei eine gute Gelegenheit, den Diesel auf „grün“ nachzurüsten. Denn die meisten Dieselfahrzeuge könnten mit einem Partikelfilter nachgerüstet werden. „Das ist noch bis Ende des Jahres staatlich gefördert“, heißt es beim TÜV Süd.

Nächstes Woche will die Stadt über Ausnahmeregelungen informieren. Julia Lenders

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