Zoll stellt in Garching tonnenweise gefälschte Kinderbettwäsche sicher

Auf vielen der Textilien waren Bilder aus Kinderfilmen und Serien, bei einem Teil waren Sicherheitsstandards nicht eingehalten. Der Zoll sieht darin eine Gefahr für Verbraucher und Rechteinhaber.
von  AZ/dpa
Ein Teil der sichergestellten Ware.
Ein Teil der sichergestellten Ware. © Zoll

Zollbeamte haben mehrere Tonnen Kinderbettwäsche wegen Verstößen gegen das Markenrecht und Sicherheitsstandards aus dem Verkehr gezogen. Auf den Textilien waren überwiegend Abbildungen von Charakteren aus Kinderserien und -filmen sowie von diversen Fußballvereinen zu sehen, erklärte das Hauptzollamt München.

Stichprobenartige Warenkontrolle am Zollamt Garching-Hochbrück

Die Beamten gehen davon aus, dass gegen die Rechte von insgesamt 47 bekannten Marken verstoßen wurde. Die Waren wurden bereits Ende vergangenen Jahres kontrolliert, dies wurde aber erst jetzt bekannt. 

Der Lastwagen aus der Türkei mit einer Gesamtladung von mehr als 15 Tonnen war bei einer stichprobenartigen Warenkontrolle am Zollamt Garching-Hochbrück (Landkreis München) überprüft worden. Neben den gefälschten Produkten wurde auch ein Teil der Ladung ohne Markenrechtsverletzung zurückgehalten. Hier fehlte die Textilkennzeichnung – ein Verstoß gegen die Sicherheitsstandards für den Handel in der Europäischen Union (EU). 

"Markenfälschungen gefährden auch die Sicherheit der Verbraucher"

"Dieser Aufgriff unterstreicht die Bedeutung einer konsequenten Kontrolle des internationalen Handels. Markenfälschungen schädigen nicht nur die Rechteinhaber, sondern gefährden auch die Sicherheit der Verbraucher", wird Thomas Meister, Pressesprecher des Hauptzollamts München, in der Mitteilung zitiert. Gegen den "Einführer der Ware" sei aufgrund des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Markengesetz ein Strafverfahren eingeleitet worden.

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