Wolfratshausen: Spaziergänger entdeckt Weltkriegsgranate

Ein Spaziergänger findet einen rostigen Gegenstand, schießt ein Foto und geht zur Polizei. Wenig später ist klar: Der Fund ist eine Weltkriegsgranate.
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Auch über ein Dreivierteljahrhundert nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges werden in der Isar immer wieder Sprenggeschosse gefunden. (Archivbild)
imago/imagebroker Auch über ein Dreivierteljahrhundert nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges werden in der Isar immer wieder Sprenggeschosse gefunden. (Archivbild)

Wolfratshausen/ Isarspitz - Ein 72-jähriger Wolfratshauser machte bei seinem Vormittagsspaziergang am Freitag einen außergewöhlichen Fund: Ein rostiges Geschoss ragte etwa einen halben Meter hoch aus den Kieseln auf einer Isarinsel. Er knipste das Fundstück und ging damit zur Polizei - die das Foto direkt an das Sprengkommando schickte.

Dort identifizierten es die Spezialisten als deutsche 8,8 cm Raketenpanzerbüchsengranate aus dem Zweiten Weltkrieg, wie sie zwischen 1943 und 1944 von der Firma WASAG produziert und mit Raketenwerfern verschossen wurde.

Fundstück entpuppt sich als Granate

Der gefundene Treibsatz hatte zwar gezündet, aber die Sprengladung war nicht hochgegangen. Das Gebiet um den Isarspitz wurde sofort gesperrt.

Gegen Abend ließ ein Sprengkommando die Granate im Wasser kontrolliert per Fernzündung von der Marienbrücke aus hochgehen. Die Detonation verursachte eine 20 Meter hohe Wassersäule. 

Insgesamt waren neben dem Sprengmeister etwa 50 Einsatzkräfte von freiwilligen Feuerwehren, Wasserwacht, THW, Polizei und Rettungsdienst vor Ort. Der Bereich konnte zügig nach der Sprengung wieder freigegeben werden.

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