Wohnungsbrand in Germering: Verstorbener legte das Feuer selbst

Update, 4. März, 14.23 Uhr: Brandermittler der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck haben gemeinsam mit einem Sachverständigen des Bayerischen Landeskriminalamts nochmals abschließend den Brandort untersucht.
Wohnung brennt in Germering: Polizei spricht von "vorsätzlicher Brandlegung"
Die Experten seien dort auf Reste von Brandbeschleunigern und zwei Brandherde gestoßen, teilte die Polizei am Mittwoch mit, "sodass nun im Gesamtergebnis zweifelsfrei von einer vorsätzlichen Brandlegung ausgegangen werden muss".
Die auf Anordnung der Staatsanwaltschaft München II durchgeführte Obduktion ergab den Angaben zufolge, dass der aufgefundene Tote infolge des Brandes durch Hitzeeinwirkung verstarb und zweifelsfrei als der 59-jährige Bewohner identifiziert werden konnte. "Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der Verstorbene den Brand selbst herbeiführte", so die Polizei.
Feuerwehr verhindert ein Übergreifen der Flammen auf andere Wohnungen
Erstmeldung, 3. März, 11.12 Uhr: Bei einem Wohnungsbrand in Germering (Landkreis Fürstenfeldbruck) ist ein Mann ums Leben gekommen. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck ermittelt zur Todesursache und zur Identifizierung der verstorbenen Person.
Das Feuer in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Unterpfaffenhofen wurde nach Angaben der Polizei am Sonntag (28. Februar) gegen 21 Uhr über Notruf gemeldet. Die am Brandort eintreffenden Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Germering und Germering-Unterpfaffenhofen evakuierten das Gebäude und begannen umgehend mit den Löschmaßnahmen – ein Übergreifen der Flammen auf andere Wohnungen konnte so verhindert werden.
Einsatzkräfte bergen "leblose männliche Person"
"Nach ersten Erkenntnissen ist das Feuer in der Dachgeschosswohnung des Gebäudes ausgebrochen", teilte die Polizei weiter mit. Dort hätten die Einsatzkräfte auch "eine leblose männliche Person" entdeckt, "die nur noch tot geborgen werden konnte".
Alle anderen Bewohner, die sich zur Zeit des Brandes im Gebäude aufhielten, konnten das Haus demnach rechtzeitig unverletzt verlassen. Der entstandene Brandschaden wird vorläufig auf etwa 100.000 Euro geschätzt.