Vermisste Vanessa Huber aus Unterhaching in Rostock? Polizei legt sich fest
Ist sie es, oder ist sie es nicht? Zeugen hatten berichtet, die seit November 2022 vermisste Vanessa Huber aus Unterhaching in Rostock-Warnemünde gesehen zu haben. Jetzt gibt es neue Fakten.
Frau sieht Vanessa Huber ähnlich: Alles deutet auf eine Verwechslung hin
Wie sich jetzt herausstellt, handelte es sich dabei offenbar um eine Verwechslung. Denn wie der NDR berichtet, hat die Polizei neue Erkenntnisse gewonnen.
Demnach haben Polizeibeamte am Donnerstag (13. August) gegen 22 Uhr eine Frau am Warnemünder Strand angetroffen, die Vanessa Huber ähnlich sieht.
Den Angaben zufolge überprüften die Beamten die Frau und stellten dabei fest, dass es sich nicht um die seit dreieinhalb Jahren Gesuchte handelt. Damit seien die Ermittlungen in Mecklenburg-Vorpommern erst einmal beendet, so die Polizei. Die Ermittlungen in Bayern dauern unabhängig davon aber an.
Staatsanwaltschaft München I bestätigt: Video wurde gesichert
Erstmeldung, 7. August: Eine seit Jahren vermisste Frau aus Unterhaching bei München könnte sich im Bereich Rostock-Warnemünde aufhalten. Zeugen hatten die Frau vermeintlich erkannt und sich an die örtliche Polizei gewandt, wie diese mitteilte.
Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I bestätigte zudem, dass ein Video gesichert worden sei. Auf dem sei eine Person zu sehen, bei der es sich möglicherweise um die Vermisste handele. "Diesen Hinweisen wird derzeit mit Hochdruck nachgegangen", schilderte die Sprecherin. Über die Video-Aufnahme hatte zuerst die "Bild"-Zeitung berichtet.
Die damals 39-jährige Vanessa Huber wird seit November 2022 vermisst. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rostock wurde sie Anfang der Woche von mehreren Zeugen in Mecklenburg-Vorpommern im Bereich Stoltera/Diedrichshagen an der Ostseeküste gesehen.
Fall in "Aktenzeichen XY ... ungelöst"
Die Polizei hat bereits unter anderem mit einem Aufruf in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" versucht, ihr mysteriöses Verschwinden aufzuklären. Die Frau hatte sich Ende Oktober 2022 heftig mit ihrem Ehemann gestritten und dann wieder versöhnt. Am 7. November meldete der Mann die Frau als vermisst.
In der Wohnung des Paares fand die Polizei Bank- und Kreditkarten, Brille, Geldbörse, Handys, Verlobungs- und Ehering sowie den Ausweis der Verschwundenen.
Der Ehemann geriet unter Tatverdacht, allerdings gab es keine konkreten Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Nach seinem Tod 2024 wurden die Ermittlungen eingestellt. Als die Beamten den Fall wenige Monate später im Fernsehen vorstellten, hielten sie ein Gewaltdelikt ebenso für möglich wie einen Suizid oder ein Untertauchen.

