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Tragisches Bus-Unglück bei München: Nach dem Tod eines Grundschülers gibt es neue Details

Tragischer Unfall im Landkreis Dachau: Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Reisebus mit Grundschülern und einem Linienbus ist ein Kind ums Leben gekommen.
von  AZ/dpa
Gutachter sollen die Unfallursache ermitteln. (Archivbild)
Gutachter sollen die Unfallursache ermitteln. (Archivbild) © Sven Hoppe/dpa

Nach dem tödlichen Zusammenstoß zweier Busse in Oberbayern ermittelt die Polizei zur Ursache. Freiwillige Schnelltests hätten ergeben, dass beide Fahrer nicht alkoholisiert gewesen seien, sagte der Dachauer Landrat Stefan Löwl (CSU) nach dem Unfall bei einer Pressekonferenz. "Also, was das betrifft, keine Einschränkung der Fahrtüchtigkeit", sagte der Leiter der Dachauer Polizeiinspektion, Thomas Weber.

Inwieweit die Fahrer mit der für die Kurve auf einer Staatsstraße im Landkreis angemessenen Geschwindigkeit unterwegs gewesen seien, müsse ein Experten-Gutachten klären, sagte Landrat Löwl. Laut Polizei hat die Staatsanwaltschaft München II ein solches Gutachten in Auftrag gegeben, die Ermittlungen zur Ursache dauern an. Bis die Ergebnisse des Gutachtens vorlägen, werde es "sicher ein paar Wochen dauern", sagte Löwl.

Zahlreiche Grundschüler sind in einem Reisebus im Landkreis Dachau unterwegs, als es plötzlich zur Kollision mit einem Linienbus kommt.
Zahlreiche Grundschüler sind in einem Reisebus im Landkreis Dachau unterwegs, als es plötzlich zur Kollision mit einem Linienbus kommt. © Sven Hoppe/dpa

Alle Kinder an Grundschule sollen Betreuungsangebote bekommen

Während mehrere Verletzte in Krankenhäusern behandelt wurden, öffnete in der Heimatgemeinde der Grundschüler, Haimhausen, noch am Mittwochabend eine Kirche ihre Tore für Trauernde. In der Schule solle es für alle Schülerinnen und Schüler Angebote zur Betreuung geben, "nicht nur für die betroffenen Klassen", sagte Löwl. Neben den Angehörigen des toten Kindes und der Verletzten stehe auch den Rettungskräften Betreuung zur Verfügung.

"Unsere Herzen weinen"

Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf (CSU) sprach von einer unfassbaren Tragödie. "Unsere Herzen weinen", sagte die Ministerin. Sie sprach den Angehörigen des verstorbenen Schulkindes ihr Beileid aus. Den Verletzten wünschte sie gute Besserung und dankte auch den Einsatzkräften.

Am späten Mittwochabend äußerte sich auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zu dem tragischen Unglück in den Sozialen Medien. "Das sind sehr schlimme Nachrichten, die kaum in Worte zu fassen sind. Ein Kind wurde aus dem Leben gerissen, viele weitere Personen wurden verletzt", so Söder.  Man sei mit den Gedanken bei den Angehörigen der Opfer und bete für die Genesung der Verletzten. Sein Dank gilt den Rettungskräfte und der Polizei, die schnell geholfen haben. "Das ist alles andere als selbstverständlich. Danke auch allen Ärzten und Pflegekräften in den Krankenhäusern, die jetzt ihr Bestes geben", schreibt der Ministerpräsident auf Instagram. 

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Bei dem Zusammenstoß auf der Staatsstraße 2339 bei Hebertshausen, nördlich von München, war am Mittwoch ein Zweitklässler gestorben. Eine Lehrerin und zwei weitere Kinder wurden schwer verletzt, zwei weitere Kinder erlitten mittelschwere Verletzungen. 26 weitere Kinder und die beiden Busfahrer seien leicht verletzt worden, teilte die Polizei mit. Ein Großaufgebot von Rettungskräften war zur Versorgung der Verletzten im Einsatz.

 

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