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Sprengstoff an der Isar: Mann nimmt Granate mit ins Büro

Ein Ismaninger findet an der Isar Metallgegenstände und packt sie ein. An seinem Arbeitsplatz merkt er, dass eines der Teile eine scharfe Waffe ist.
| Hüseyin Ince
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An der Isar hat ein Mann eine zündfähige Granate entdeckt. (Symbolbild)
An der Isar hat ein Mann eine zündfähige Granate entdeckt. (Symbolbild) © IMAGO / IPON

Ismaning- Durchatmen, ein paar Kalorien loswerden, sich vom Wasser beruhigen lassen: So ein Spaziergang an der Isar zur Mittagspause kann eine entspannende Sache sein. Oder wie im Falle eines Ismaningers: eine lebensgefährliche.

Samstag gegen 13 Uhr ging der Mann an der Isar entlang, auf Höhe des Carl-Zeiss-Rings. Er bemerkte Metallobjekte. Der Mann packte sie ein und nahm sie mit ins Büro am Carl-Zeiss-Ring, um im Internet zu recherchieren, was er da alles gefunden hatte. Hoffte er auf ein paar Extra-Euro durch Internetversteigerungen?

Granate gefunden: Spezialkräfte führen kontrollierte Sprengung durch

Der Schock muss tief gesessen haben, als er zu einem der Objekte sofort Informationen fand. Der Mann stellte fest: Er hatte eine italienische Handgranate auf dem Tisch liegen. Nun wurde er nervös, rief die Polizei, die umgehend mit Sprengstoffexperten anrückte. Das Gebiet um das Bürogebäude wurde großräumig abgesperrt. Die Beamten riefen zusätzlich Fachpersonal vom Landeskriminalamt hinzu.

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Denn die Handgranate war nicht nur explosionsfähig, sondern auch bereit zur Explosion: Die Zündvorrichtung war entriegelt. Die Granate hätte laut Polizei jede Sekunde schwere Schäden im Umkreis von 50 Metern anrichten können. Beamte in Schutzkleidung sicherten die Granate, transportierten sie in eine Kiesgrube im Ortsteil Fischerhäuser und sprengten sie kontrolliert. Woher die Granate stammte, ist unklar.

Polizei warnt vor verdächtigen Gegenständen aus Metall

Die Polizei rät, unbekannte Metallobjekte nie anzufassen und den Notruf zu wählen. Viele Münchner entsorgten offenbar am Ende des Zweiten Weltkrieges leichte Kriegswaffen in der Isar. Diese Objekte würden manchmal angeschwemmt, so die Polizei.

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