Wieder Feuer im Wald bei München: Kripo vermutet Brandstiftung
Ein Spaziergänger hat am Montagnachmittag gegen 15.40 Uhr Brandgeruch festgestellt und sah dunklen Rauch über einem Waldstück in der Nähe von Neubiberg (Landkreis München) aufsteigen. Der Mann verständigte umgehend die Feuerwehr.
Die Freiwillige Feuerwehr aus Neubiberg rückte mit 14 Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen aus und bekämpfte den Brand in der Nähe der Cramer-Klett-Straße. Auf einer Fläche von rund 150 Quadratmetern standen der Jungwald und Büsche in Flammen. Nach gut zwei Stunden war der Brand gelöscht. Der Schaden an dem Wald wird auf einige Tausend Euro geschätzt.
Bereits annähernd 50 Brände in 20 Jahren
Brandfahnder der Kripo haben die Stelle untersucht und sind dabei auf Hinweise gestoßen, die vermuten lassen, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. Ein Zusammenhang mit der seit Jahren im Münchner Südosten anhaltenden Brandserie gilt laut Polizei derzeit als eher unwahrscheinlich.
Dabei hatte der Brandstifter meist in der Zeit kurz vor Ostern trockenes Riedgras aus dem Vorjahr angezündet. In den vergangenen rund 20 Jahren wurden südöstlich von München immer wieder Brände gelegt. Es dürften inzwischen annähernd 50 sein.
Anklage gegen verdächtigen Ex-Feuerwehrmann
Ein Zusammenhang mit der Brandserie von 2017 besteht nach Angaben der Staatsanwaltschaft München nicht. Die Feuer damals soll ein ehemaliger Feuerwehrmann gelegt haben. Gegen ihn wurde im Januar 2026 Anklage erhoben. Ein Verhandlungstermin in der Brandserie steht nach Angaben eines Sprechers des Amtsgerichts noch nicht fest.
Feuerteufel zündelt auch nahe Grasbrunn
Es ist bereits der zweite Brand in einem Waldstück im Landkreis München in diesem Jahr. Erst am Freitag vergangener Woche brannten rund 2500 Quadratmeter einer Jungwaldschonung zwischen Grasbrunn und Neukeferloh. Auch an diesem Brandort fanden die Ermittler der Kripo Hinweise, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden war. Die Polizei sucht Zeugen.
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