Pullach: Münchner Polizei schießt Messerangreifer in den Po

In Pullach hat am Mittwochabend ein Polizist auf einen Randalierer geschossen. Der ging zwei Mal mit dem Messer auf Beamte los. Ein Schuss in den Po brachte ihn zur Raison.
| Nina Job
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Ein Mann wurde am Mittwochabend in Pullach angeschossen, nachdem er Polizisten mit diesem Messer bedrohte.
Dedinag/Polizei München Ein Mann wurde am Mittwochabend in Pullach angeschossen, nachdem er Polizisten mit diesem Messer bedrohte.

In Pullach hat am Mittwochabend ein Polizist auf einen Randalierer geschossen. Der ging zwei Mal mit dem Messer auf Beamte los. Ein Schuss in den Po brachte ihn zur Räson.

München - Bei einem Einsatz in Pullach hat die Polizei am Mittwochabend einen Mann niedergeschossen. Ein 44-Jähriger, der mit Messern auf die Beamten zugegangen war, wurde in den Hintern getroffen.

Der Einsatz begann mit einem Notruf: Die Lebensgefährtin des Mannes rief bei der Polizei an und berichtete, dass ihr Freund in der gemeinsamen Wohnung randalieren würde. Kaum war die erste Streife in der Wolfratshauser Straße eingetroffen, kam der 44-Jährige heraus und bedrohte die Polizisten mit einem Messer. "Die Streife zog sich zunächst zurück und forderte Unterstützung an", so Polizeisprecher Oliver Timper gestern.

Angreifer ging mit Messer auf Polizisten los

Wenig später kam die Frau heraus und übergab den Beamten ein Messer, das sie ihrem Lebensgefährten offenbar abgenommen hatte. Weitere Polizisten trafen ein. Eine 22-Jährige und ihr 27-jähriger Kollege stellten sich an die Terrasse, um zu verhindern, dass der Mann flüchtet.

Plötzlich, so der Polizeisprecher, sei der 44-Jährige über die Terrasse aus dem Haus gestürzt und auf die Beamten zugegangen. Wieder hatte er ein Messer in der Hand.

"In dieser bedrohlichen Situation - der Angreifer hatte eine geringe Distanz zu den Beamten - gab der 27-jährige Beamte einen Schuss aus seiner Dienstwaffe ab, um seine Kollegin und sich zu schützen", so Oliver Timper.

Freundin wurde überwältigt

Ob sich der 44-Jährige noch halb wegdrehte oder warum er ausgerechnet in den Hintern getroffen wurde, wird noch ermittelt. Der Angreifer ging zu Boden, doch damit war der Einsatz noch nicht vorbei. Polizeisprecher Timper: "Als sich die Streifenbesatzung um den 44-Jährigen kümmerte, stürzte sich die Mitteilerin auf die Beamtin und begann diese zu würgen." 

Die Frau, die wie ihr Freund wegen Drogendelikten polizeibekannt ist, wurde überwältigt. Gegen sie wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, gegen ihn wegen versuchten Totschlags. Er soll laut Polizei durch den Schuss nur leicht verletzt worden sein.

Wegen des polizeilichen Schusswaffengebrauchs wurde das Dezernat für interne Ermittlungen beim Landeskriminalamt eingeschaltet.

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