Petershausen bei München: Mutmaßlicher Doppelmörder festgenommen

In Petershausen wurden zwei tote Frauen in einer Wohnung aufgefunden. Die Umstände sind rätselhaft, die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus und meldet die Festnahme eines Verdächtigen. 
| AZ/dpa
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Ein Mitglied der Spurensicherung betritt das Haus.
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In Petershausen wurden zwei tote Frauen in einer Wohnung aufgefunden. Die Anzeichen deuten auf einen zweifachen Mord hin. Die Polizei hat inzwischen einen Tatverdächtigen festgenommen. 

Petershausen - Nach dem schrecklichen Leichenfund in Petershausen hat die Polizei einen dringend Tatverdächtigen festgenommen. Es handelt sich dabei um einen 53-jährigen Petershausener.

Die Staatsanwaltschaft München II hat Haftbefehl wegen zweifachen Mordes gegen den Mann beantragt. Er soll noch heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Die beiden Opfer stammen aus Dachau. In einer Wohnung am Georg-Friedrich-Händel-Weg, unweit der Haltestelle der Münchner S-Bahnlinie S2, hatten Polizisten am Montagnachmittag, gegen 15 Uhr, zwei Frauenleichen entdeckt. Es hatte deutliche Hinweise auf ein Tötungsdelikt gegeben, wie ein Sprecher am Dienstagvormittag auf AZ-Nachfrage bestätigte.

Die beiden 40 Jahre alten Freundinnen aus Dachau waren am Montag von Angehörigen als vermisst gemeldet worden. Sie waren aber schon seit Samstag verschollen. Angehörige hatten der Polizei gesagt, dass die beiden nach Petershausen fahren wollten. "Was wir bisher wissen, ist, dass es eine Bekanntschaft gab zwischen den Opfern und dem mutmaßlichen Täter", sagte Polizeisprecher Peter Grießer.

Beamte der Polizeiinspektion Dachau überprüften bei der Suche nach den Frauen die Adresse des Mannes in Petershausen. Als sie sich am Montagnachmittag schließlich mit Hilfe eines Schlüsseldienstes Zutritt zu der Wohnung verschafften, fanden sie die Leichen der Frauen.

Die Beamten hätten dabei auch den Mann angetroffen, der in der Wohnung lebte. Er habe sich aber bisher nicht zu dem Geschehen geäußert. Die Polizei wolle sich deshalb aus ermittlungstaktischen Gründen nicht dazu äußern, was sich in der Wohnung abgespielt haben könnte, sagte Polizeisprecher Grießer.

"Was wir bisher wissen, ist, dass es eine Bekanntschaft gab zwischen den Opfern und dem mutmaßlichen Täter", sagte der Polizeisprecher. Die beiden Leichen wurden noch am Dienstag nach München in die Gerichtsmedizin transportiert. Die Obduktion ergab unter anderem Gewalteinwirkung gegen den Hals.

Nun werde im Umfeld der Opfer und des Mannes ermittelt, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Die Ermittlungen seien aufwendig. "Jetzt ist akribische Kleinarbeit zu leisten."

Georg-Friedrich-Händel-Weg in Petershausen (Oberbayern): Hier wurden die zwei toten Frauen gefunden

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