"Münchens berühmteste Fahrradschanze": Umstrittene Maßnahme gegen Radler ist zurück

Als die Barrieren im vergangenen Sommer erstmals in Oberhaching verbaut wurden, um Radfahrer in ihrem Bewegungsdrang einzubremsen, entbrannte eine rege Diskussion um das Für und Wider der Maßnahme.Jetzt sind sie zurück.
Guido Verstegen
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Die Radlstrecke durch Oberhaching: Kurz vor der Kugler Alm hat die Gemeinde erneut Bodenschwellen aufgebaut, um die Radler zum Abbremsen zu zwingen. (Archivbild)
Die Radlstrecke durch Oberhaching: Kurz vor der Kugler Alm hat die Gemeinde erneut Bodenschwellen aufgebaut, um die Radler zum Abbremsen zu zwingen. (Archivbild) © Ben Sagmeister

Als sich die Verantwortlichen der Gemeinde Oberhaching (Landkreis München) im vergangenen Jahr entschieden, auf der Linienstraße nahe der Kugler Alm auf der sogenannten Radhauptverbindung Schwellen zu montieren, um so die Radler dazu zu bringen, ihr Tempo zu reduzieren, sorgte das für rege Diskussionen. Jetzt sind die Schwellen wieder installiert – und die Gemeinde versucht zu deeskalieren, bevor der Verkehr bei frühlingshaften Temperaturen rasant zunimmt. 

Radl-Rambos weiter einbremsen: Gemeinde Oberhaching verlegt wieder Schwellen an der Kugler Alm

"Keine Vorfahrt für Radfahrer: Die Strecke steht Fußgängern, Spaziergängern, Inlineskatern, Scootern, Radfahrern und Forstfahrzeugen gleichermaßen offen", teilt die Gemeinde via Facebook mit: "Innerorts führt die Route über normale Straßen, auf denen auch Autos, Busse, Lkw sowie viele Kinder und ältere Menschen unterwegs sind." Die AZ berichtete im August 2025 über die Premiere der Maßnahme und ging vor Ort auf Stimmenfang.

Gemeinde Oberhaching erklärt – von Radschnellweg, Radhauptverbindung und Erschließungsstraße 

Die Gemeinde stellt auf Facebook klar, dass die Radhauptverbindung – Vorsicht, es handelt sich den Angaben zufolge eben nicht um einen Radschnellweg – nicht durch einen Parkplatz führt. Vielmehr sie die Linienstraße eine Erschließungsstraße, und im Bereich der Kugleralm befänden sich beidseitig Parkplätze, 

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Oberhachings Bürgermeister Stefan Schelle (CSU) betonte schon im vergangenen Sommer, er wünsche sich, dass zu schnelle Radfahrer erwischt und sanktioniert werden. "Dafür brauchen wir aus meiner Sicht technische Messgeräte, die gerichtsfest sind", sagte er der AZ. Schelle wünscht sich also ein Gesetz, das den Einsatz von Radl-Blitzern möglich macht.

Diskussion um "Umgehungsradweg" und "attraktive Radverbindungen im Forst"

"Gemeinde und Landkreis arbeiten daran, weitere attraktive Radverbindungen im Forst zu entwickeln, um die Situation zu entzerren", heißt es dieser Tage auf Facebook aus dem Rathaus. Das werden viele Kritiker mit Freude zur Kenntnis nehmen.

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Direkt unter dem aktuellen Facebook-Post bemängelt ein User, dass rigoros Hindernisse aufgebaut würden, "statt einen Umgehungsradweg zu bauen, der eben nicht direkt an einem Biergarten" vorbeigehe. 

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"Münchens berühmteste Fahrradschanze wird wieder installiert", schreibt auf Instagram ein Rennradfahrer, der offenbart just in dem Moment vorbeikam, als Arbeiter die Schwellen anbrachten. "Ihr müsst das nicht machen. Das wisst Ihr, oder?", rief er ihnen zu. "Doch!", erntete er als klare Antwort. 

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  • tutnixzursache vor 4 Minuten / Bewertung:

    „Umstrittene Maßnahme gegen Radler“
    Bitte korrigieren in „Maßnahme gegen Raser“. Auf der Straße würdet ich ja auch nicht von einer „Umstrittene Maßnahme gegen Autofahrer“ schreiben.

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  • kartoffelsalat vor 48 Minuten / Bewertung:

    Unfälle vor der Kugler Alm mit Verletzten
    2016-2024: 1 (2016)
    2025 nach Installation der Schwellen: Mindestens 3

    Ein voller Erfolg!

    Würde man Radverkehr ernst nehmen würde man eine Radhauptverbindung nicht entlang des Eingangs und durch den Parkplatz führen sondern westlich am Biergarten vorbei.

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  • Wolff vor 58 Minuten / Bewertung:

    Da ist doch deutlich eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Weg aufgemalt. Dass trotzdem Hindernisse nötig sind, zeigt doch mal wieder deutlich, dass offensichtlich viele Radfahrer vom Einhalten dieser Vorgabe nichts halten. Wenn Radfahrer also nicht in der Lage sind Verkehrsregeln zu befolgen, müssen sie sich über entsprechend schärfere Maßnahmen nicht wundern oder aufregen. Selbst schuld.

    Im übrigen gehören sämtliche gemeinschaftlich genutzten Fuß- und Radwege sowie jegliches "Radfahrer frei" schnellstens abgeschafft. Die Gefährdung der Fußgänger wird zunehmend unzumutbarer.

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