Mit Akkuschrauber Benzin abgepumpt: Auto geht in Flammen auf

Ein riskantes Bastel-Manöver in Unterschleißheim endet im Flammeninferno: Ein 29-Jähriger will mit einem Akkuschrauber Benzin aus dem Auto seines Freundes pumpen – ein Funke genügt, der Audi brennt aus, der Mann erleidet Brandwunden und muss ins Krankenhaus.
von  Hüseyin Ince
Beim Benzinappumpen geriet ein Audi in Brand.
Beim Benzinappumpen geriet ein Audi in Brand. © Sebastian Kahnert/dpa

Unter "fahrlässiger Brandstiftung" hat die Polizei einen Fall in Unterschleißheim eingeordnet, der vom Donnerstag stammt. Und der ist leicht skurril. Ein 29-Jähriger aus Augsburg versuchte da nämlich, kurz vor 16 Uhr aus dem Fahrzeug seines Kumpels Treibstoff abzupumpen. Und zwar mit einer Konstruktion, die mithilfe eines Akkuschraubers den Kraftstoff ansaugt.

Aus irgendeinem Grund ging das ganz schön schief. Mutmaßlich schlug ein Funke des Akkuschraubers über. So genau weiß man derzeit nicht. Das Fahrzeug, ein Audi, stand plötzlich in Flammen. Passanten riefen die Polizei sowie die Feuerwehr.

Das Feuer breitete sich schnell am Fahrzeug aus

Doch die Brandbekämpfer mussten gar nicht mehr eingreifen. Denn den geschickten Passanten gelang es, mithilfe von Feuerlöschern den Brand zu löschen. Doch gerettet war das Fahrzeug dadurch nicht. Das Auto hatte einen etwa vierstelligen Wert, wohl um die 5000 Euro. Nach dem Feuer ist es offenbar als Totalschaden einzuschätzen, da auch die Reparatur des Feuerschadens einen ähnlichen Wert haben müsste.

Der 29-Jährige trug ebenso einen Schaden davon. Er verletzte sich durch das Feuer, das aus seinem waghalsigen Manöver heraus entstand. An beiden Unterarmen hatte er Brandwunden und musste in einer Klinik versorgt werden. Der Rettungsdienst transportierte ihn zügig in eine Klinik.

Der Mann bekommt wohl eine Anzeige der Polizei wegen fahrlässiger Brandstiftung.

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