Mehrere Frauen belästigt: Polizei fasst mutmaßlichen Täter

Vor rund einer Woche wurde eine junge Frau an der S-Bahnhaltestelle Großhelfendorf beinahe vergewaltigt. Nun konnte die Polizei einen Tatverdächtigen festnehmen – der Mann wird mit zwei weiteren sexuellen Übergriffen in Verbindung gebracht.
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München - Die Polizei konnte einen Tatverdächtigen festnehmen, der eine 22-jährige Frau am 15. März an der S-Bahnhaltestelle Großhelfendorf beinahe vergewaltigt hat.

Ungefähr 200 Meter vom S-Bahnhof entfernt, wurde die Frau plötzlich von hinten umklammert. Der maskierte Mann hielt ihren Mund zu und riss die 22-Jährige mit Gewalt zu Boden. Dann versuchte er ihr die Kleider vom Leib zu reißen. Doch die junge Frau wehrte sich. Nachdem sie laut um Hilfe schrie und ein Anwohner die Situation vom Balkon aus beobachten konnte und ebenfalls um Hilfe rief, ergriff der Verdächtige die Flucht. Die sofort eingeleitete Fahndung der Polizei verlief zunächst ohne Erfolg.

Opfer bringt Polizei auf die richtige Spur

Nur dank einer anderen Frau konnte die Polizei den mutmaßlichen Täter fassen, denn der Mann wird noch mit zwei weiteren sexuellen Übergriffen in Verbindung gebracht. Eines der Opfer lieferte den Ermittlern die entscheidenden Hinweise, in der Nacht vom 20. März konnte die Polizei den Mann dann festnehmen.

Der erste Übergriff ereignete sich noch vor der versuchten Vergewaltigung in Großhelfendorf: Am gleichen Tag, nur wenige Stunden zuvor, belästigte er zwei junge Mädchen in Feldkirchen-Westerham (Lkr. Rosenheim). Zunächst onanierte er vor der 15- und 16-Jährigen, anschließend verfolgte er die beiden und brachte eine der Schülerinnen gewaltsam zu Boden. Beide Mädchen schrien um Hilfe, woraufhin der Mann die Flucht ergriff.

Am 19. März ist es zu einem weiteren Vorfall gekommen – diesmal in Holzkirchen. Hier belästigte der Mann, der wieder maskiert war, eine 18-Jährige auf dem Heimweg, doch auch sie konnte ihn mit Hilfeschreien und körperlichem Widerstand in die Flucht schlagen. Danach meldete sie sich sofort bei der Polizei und lieferte die entscheidenden Täterhinweise. Unmittelbar vor der Tat ist ihr ein Auto mit Miesbacher Kennzeichen äußerst verdächtig vorgekommen. Im Zuge der Fahndung konnte die Polizei das gesuchte Auto ausfindig machen, im Inneren des Wagens fanden die Beamten "tatrelevante Gegenstände".

Mutmaßlicher Täter mittlerweile im Gefängnis

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 24-Jährigen aus dem Landkreis Miesbach. Der zuständige Ermittlungsrichter in München ordnete Untersuchungshaft an. Bei der Vernehmung gestand er mehrere Taten. Er wurde in einer Justizvollzugsanstalt untergebracht.

Die Ermittler prüfen auch, ob der Festgenommene für weitere, ähnlich gelagerte Taten mit sexuellem Hintergrund im Februar und März in der Umgebung von Aying verantwortlich ist.

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