Überladen, zu schnell, ohne Zulassung: Tiertransporter mit 190 Kälbern in Oberbayern unterwegs

Beim Transport der Jungtiere werden etliche Vorschriften missachtet: Gegen den 49-jährigen Fahrer läuft ein Strafverfahren, auch für das Unternehmen hat das Ganze Folgen.
AZ/dpa |
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Die Kälber kamen zurück zum Abfahrtsort.
Die Kälber kamen zurück zum Abfahrtsort. © VPI Hohenbrunn

Einen mit 190 Kälbern überladenen Tiertransporter haben Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Hohenbrunn bei Anzing (Landkreis Ebersberg) aus dem Verkehr gezogen. Für die Tiere sei es so eng gewesen, dass diese teilweise mit dem Rücken an die Decke der Ladefläche stießen, teilte die Polizei mit. 

Am Montagabend hatte die Polizei den gewerblichen Transport auf der Autobahn 94 kontrolliert. Gegen den 49-jährigen Fahrer läuft jetzt ein Strafverfahren, gegen das deutsche Transportunternehmen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren. Der Firma drohen Geldbußen von insgesamt bis zu 50.000 Euro. Die Kälber wurden zurück zum Abfahrtsort gebracht. 

Der 49-jährige Fahrer soll zudem gegen mehrere weitere Vorschriften verstoßen haben: Er habe eine fremde Fahrerkarte verwendet, um seine tatsächlichen Lenk- und Ruhezeiten zu verschleiern. Mit dem 40 Tonnen schweren Gespann sei er zudem mehrfach schneller als erlaubt gefahren. 

Darüber hinaus habe der Fahrer nach Angaben der Polizei verschiedene tierschutzrechtliche Aufzeichnungspflichten missachtet. Zudem sei das Fahrzeug nicht für Tiertransporte zugelassen gewesen.

Der polnische Kraftfahrer musste zur Sicherung des Strafverfahrens vor Ort eine Sicherheit in Höhe von 3400 Euro hinterlegen. 

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  • Woidl2024 am 03.09.2026 16:29 Uhr / Bewertung:

    Wenn hier die Justiz endlich mal an die Grenzen gehen würde und ein Maximal-Maß an Strafe verhängen würde....

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