Für 35 Millionen Euro: Windpark bei München kommt

Ende Februar soll im Forstenrieder Park der Bau von sechs Energieanlagen starten. Wie der weitere Zeitplan aussieht – und wie es um die Klage des Vereins für Landschaftspflege, Artenschutz und Biodiversität (VLAB) steht.
Maximilian Neumair |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
10  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Windräder in den Wadlhauser Gräben bei Berg. Vier weitere Gemeinden südlich von München investieren in sechs solcher Anlagen.
Windräder in den Wadlhauser Gräben bei Berg. Vier weitere Gemeinden südlich von München investieren in sechs solcher Anlagen. © Sven Hoppe (dpa)

Grüne Energie – direkt vor der Haustür. Dazu soll das Bürgerwindprojekt Windkraft Forstenrieder Park beitragen, dessen Bauphase am 23. Februar mit dem Spatenstich beginnt. Mit sechs neuen Windenergieanlagen soll laut den Betreibern ein wichtiger Baustein für die Versorgung des Großraums München mit klimafreundlich erzeugter Energie geleistet werden.

Zwei der Windräder baut das Energieunternehmen der Gemeinde Pullach (IEP), das auch das Vorhaben insgesamt leitet. Für die übrigen vier Anlagen sind die vier Kommunen Baierbrunn, Neuried, Pullach und Schäftlarn, die beiden Bürgerenergiegenossenschaften Beng und Fünfseenland sowie Tausende Bürger aus der Region verantwortlich. Über die Energiegenossenschaften konnten sich Menschen an der Finanzierung beteiligen und so in nur zwei Tagen das dafür vorgesehene Kapital in Höhe von 2,4 Millionen Euro auftreiben.

Windpark soll bereits Ende des Jahres in Betrieb gehen

Insgesamt kosten die vier Windräder rund 35 Millionen Euro. Sie sind jeweils etwa 246 Meter hoch und erzeugen insgesamt 33 Megawatt pro Jahr. Damit lassen sich jährlich laut den Verantwortlichen 20.000 Zwei-Personen-Haushalte versorgen und 27.000 Tonnen CO2 einsparen.

Drei der sechs Anlagen werden westlich der A95 errichtet, die anderen drei östlich davon – mitten im Forstenrieder Park, umkreist von den vier daran beteiligten Gemeinden. In der ersten Bauphase sollen die Fundamente und Türme errichtet werden, für die Mitte des Jahres ist die Lieferung der Anlagen geplant. Bereits Ende 2026 möchten die Verantwortlichen den Windpark in Betrieb nehmen.

Forstenrieder Park: Entscheidung über Klage steht noch aus

Eine Hürde auf dem Weg dorthin könnte die Entscheidung über die Klage des Vereins für Landschaftspflege, Artenschutz und Biodiversität (VLAB) sein. Dieser bemängelt, dass das Projekt nicht den Anforderungen aus Wasser- sowie Artenschutz gerecht werde. Auf Nachfrage der AZ teilt der VLAB mit, dass man derzeit weiterhin auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs warte.

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
  • Gromit vor 59 Minuten / Bewertung:

    6x 3000qm3 Beton und Waldrodung der Zugangsstraßen für Windräder, ohne Wind mit 50% Redispatch-Abregelung, gebaut aus krebserregenden GFK-Sondermüll um "CO2 einzusparen"...merkste selber oder? Diese Anlagen holen nichtmal ihre Gestehungskosten wieder rein. Wenigstens bleibt die Infraschall Emission, der Insekten/Vogelschredder und die lokale Boden-Austrocknung aus, solange sie nicht laufen. In 11 Tagen, wenn die deutschen Gasspeicher trotz dreckigen US/LNG endgültig leer sind und der Mittelstand abgeschaltet wird, werdet ihr sehen wo diese Art Energiewende hinführt. Es ist ein Verbrechen und ökologisch das Gegenteil von nachhaltig funktionierende Energieinfrastruktur mutwillig zu zerstören, egal ob Pipeline, Kohle oder AKW. Mit Dual Fluid hätten wir 200 Jahre Grundlast garantiert und danach weniger Atommüll als vorher, Supergau ausgeschlossen. Leute, informiert Euch sachlich nicht ideologisch. Das Klima (die Sonnenzyklen) können wir nicht "retten", unsere lebenswerte Umwelt schon!

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • Flo91 vor 38 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Gromit

    Zu viel RT oder Youtube geschaut?

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • doket vor 38 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Gromit

    Man weiß ja gar nicht wo man bei dem Mist anfangen soll. Aber eine Frage, wo kann ich mich denn sachlich und nicht ideologisch über funktionierende Dual Fluid Reaktoren informieren. Wo steht denn einer?
    Warum in 250m Höhe kein Wind wehen soll wissen wahrscheinlich eh nur Sie, oder Sie benutzen die selbe Mistquelle, die Ihnen irgendwas von Infraschall erzählt hat.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.