Raketen-Start-up "Isar Aerospace" startet Produktion

Im Jahr 2021 soll erstmals eine bayerische Rakete den Orbit erreichen. Ministerpräsident Markus Söder hat am Montag die Produktionsstätte eingeweiht.
| AZ/dpa
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Markus Söder (CSU) hält eine kleine Rakete in der Hand. Der Ministerpräsident war zu Besuch in der Produktion des bayerischen Start-ups Isar Aerospace.
Markus Söder (CSU) hält eine kleine Rakete in der Hand. Der Ministerpräsident war zu Besuch in der Produktion des bayerischen Start-ups Isar Aerospace. © -/Isar Aerospace /dpa

Ottobrunn - Von Bayern aus ins Weltall: Als Markus Söder seine "Bavaria-One"-Vision 2018 verkündete, erntete der CSU-Chef viel Spott. Am Montag allerdings weihte Söder nun in Ottobrunn die Produktionshallen des Raketen-Start-ups "Isar Aerospace" ein. Hier sollen die 27 Meter langen Flugkörper entstehen, die bereits im kommenden Jahr erstmals den Erdorbit erreichen sollen. 

Die Rakete, die das Unternehmen entwickelt, hört auf den Namen "Spectrum". 

Mitgründer und Unternehmenschef Daniel Metzler bestätigte den Zeitplan für die Rakete, die bis zu 1.200 Kilogramm Nutzlast in niedrige Erdorbits bringen soll, etwa Satelliten. 

Metzler sieht den Vorteil seines Unternehmen gegenüber großen etablierten Anbietern vor allem in Flexibilität und niedrigen Kosten. Man könne binnen Wochen oder Monaten Raketenstarts anbieten, sagte er.

Dabei helfe auch, dass die verhältnismäßig kleine Rakete relativ unkompliziert per Lkw transportiert werden könne. Das Start-up mit inzwischen 100 Mitarbeitern ist privat finanziert. In der letzten Finanzierungsrunde im Dezember 2019 sammelte es nach eigenen Angaben 15 Millionen Euro ein.

Eine weitere Runde steht noch in diesem Jahr auf dem Plan. Zu den Investoren gehört auch Bulent Altan, ehemaliger Vice President des US-Weltraum-Unternehmens SpaceX von Elon Musk.

Die Raketen sollen in Europa starten. Wo genau, ist noch ist nicht klar. Man sei mit einem halben Dutzend möglichen Startplätzen in Kontakt, sagte Metzler. Geht es nach dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), könnte mittelfristig eine weitere Option in Europa hinzukommen: Das Wirtschaftsministerium prüft ein entsprechendes Konzept des Verbandes, wie es am Montag bestätigte.

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