Umbenennung von Straßen in München: Sexueller Missbrauch soll Kriterium sein

Der Münchner Bund für Geistesfreiheit fordert die Stadt auf, die Straßen der Kardinäle Faulhaber, Wendel und Döpfner umzubenennen.
von  AZ
Die Kardinal-Faulhaber-Straße in München soll umbenannt werden. (Archivbild)
Die Kardinal-Faulhaber-Straße in München soll umbenannt werden. (Archivbild) © imago/Alexander Pohl

München - Welche Münchner Straßen sollen umbenannt werden und warum? Seit 2019 prüft ein Expertengremium der Stadt, das vom Kulturreferat beauftragt wurde, alle Straßennamen. 45 Straßen sind besonders im Fokus, schon bald sollen dazu Empfehlungen öffentlich gemacht werden.

Umbenennung von Straßen: Sexueller Missbrauch als Kriterium gefordert

Derweil macht sich der Bund für Geistesfreiheit München dafür stark, dass die Kardinal-Faulhaber-Straße, die Kardinal-Döpfner-Straße und die Kardinal-Wendel-Straße auf jeden Fall umbenannt werden. Der Bund begründet dies mit dem Missbrauchsgutachten der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl, das den drei genannten Kardinälen Fehlverhalten in vielen Fällen bescheinige.

Das Kriterium "Sexueller Missbrauch" sei außerdem bisher kein Grund, um problematische Straßennamen genauer in den Blick zu nehmen, bisher gehe es um "mutmaßliche Antisemiten, Nationalsozialisten, Kolonialverbrecher oder Militaristen", erklärt Michael Wladarsch vom Bund für Geistesfreiheit.

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