Überfüllte Busse und lange Wartezeiten: Jetzt greift die MVG durch

Die U-Bahnhöfe Goetheplatz und Poccistraße sind seit Montag bis Mitte September dicht. Der Schienenersatzverkehr lief alles andere als reibungslos. Nun reagiert die MVG mit mehreren Maßnahmen.
von  André Wagner
Die U-Bahnstationen Goetheplatz und Poccistraße sind vorerst bis zum 18. September 2026 gesperrt. (Archivbild)
Die U-Bahnstationen Goetheplatz und Poccistraße sind vorerst bis zum 18. September 2026 gesperrt. (Archivbild) © imago/Dreamstime

Seit Anfang der Woche sind die beiden U-Bahnhöfe Goetheplatz und Poccistraße geschlossen. Die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten werden einige Monate andauern. Die Passagiere der viel befahrenen U-Bahnstrecke sollen mit Schienenersatzverkehr (SEV) zu ihrem Ziel gebracht werden.

Doch in den ersten Tagen lief der SEV noch alles andere als reibungslos. Menschenmengen warten an den Haltestellen und quetschen sich in die Busse, welche die U-Bahnen in den kommenden Wochen ersetzen sollen. Teilweise kommen die wartenden Fahrgäste gar nicht in den überfüllten Bus und müssen auf den nächsten warten.

Nun hat die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) auf die Probleme der ersten Tage reagiert und einige Änderungen und Neuerungen vorgenommen, die ab kommender Woche Stück für Stück umgesetzt werden sollen, damit der SEV noch besser auf die Fahrgastströme abgestimmt werden kann.

SEV nicht reibungslos: MVG reagiert auf Probleme

Auf AZ-Anfrage heißt es von Seiten der MVG, dass die Buslinie X6 ab Mittwoch, 27. Mai, an der Implerstraße eine eigene Haltestelle in der Oberländerstraße bekommen soll. Um die Durchfahrt für die Busse zu ermöglichen, wird die dortige Einbahnregelung für den ÖPNV aufgehoben. Durch diese Maßnahme sollen die Fahrgastströme beim Umstieg von der U3/U6 zu den Buslinien U6/X6 entzerrt werden. Die Fahrzeuge werden gleichmäßiger ausgelastet. Die Orientierung soll leichter als bisher sein.

 

Seit Montag weisen die Schilder an den U-Bahn-Stationen Poccistraße und Goetheplatz auf die Sperrung hin, die in der ersten Phase der Bauarbeiten vier Monate andauern wird.
Seit Montag weisen die Schilder an den U-Bahn-Stationen Poccistraße und Goetheplatz auf die Sperrung hin, die in der ersten Phase der Bauarbeiten vier Monate andauern wird. © Leonhard Pangratz

Als weitere Maßnahme ist geplant, die Fläche vor der Bushaltestelle des U6 an der Implerstraße zeitnah zu asphaltieren, um dort noch mehr Platz zu schaffen und den Fahrgästen den Einstieg zu erleichtern. Zusätzlich sollen die Ankunftszeiten der U-Bahnen neu getaktet werden, um die Anzahl der Fahrgäste an der Implerstraße zu verteilen. Eine Anpassung des Fahrplans ist für den Dienstag anvisiert.

Am Sendlinger Tor wird der Ausstieg des U6-Ersatzbusses in die Sonnenstraße am Sendlinger-Tor-Platz verlegt. Dies soll im Laufe der kommenden Woche geschehen. Dadurch soll der Verkehr in die Blumenstraße bzw. den Oberanger besser abfließen und die Stauung reduziert werden. Zusätzlich wird geprüft, ob die Steuerung der Ampelanlage optimiert werden kann, um den Verkehrsfluss zu verbessern.

Erste Bauphase dauert noch bis zur Wiesn

Sowohl an der Implerstraße als auch am Sendlinger Tor wird zusätzliches Personal eingesetzt, um die Fahrgäste bei Bedarf dabei zu unterstützen, den richtigen Weg zu den SEV-Haltestellen zu finden.

Bereits an den ersten beiden Tagen wurde auf Hinweise der MVG-Kunden reagiert und noch Kleinigkeiten bei der Fahrgastinformation verbessert.

Die beiden U-Bahnhöfe Goetheplatz und Poccistraße bleiben vorerst bis zum 18. September bestehen, solange soll die ersten von drei Bauphasen andauern. Während der Wiesn, die am 19. September beginnt, pausieren die Bauarbeiten, die U-Bahnen fahren in dieser Zeit regulär. Anschließend beginnt die zweite Bauphase. Auch während der Adventszeit pausieren die Baumaßnahmen noch einmal. Läuft alles nach Plan, dann sollen Anfang August 2027 die Sanierungsarbeiten endgültig beendet sein.

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