Überdosis: Nach Mittagsschlaf nicht mehr aufgewacht

Vergangene Woche starben in München in zwei unterschiedlichen Fällen zwei Menschen offenbar an einer Überdosis.
von  az
Im Freistaat Bayern gibt es wieder deutlich mehr Drogentote. (Symbolbild)
Im Freistaat Bayern gibt es wieder deutlich mehr Drogentote. (Symbolbild) © dpa

München - Im ersten Fall wurde ein 47-Jähriger von seinem Vermieter in einem Pensionszimmer in der Nordendstraße tot gefunden. Neben ihm lagen diverse Utensilien, die auf Drogenkonsum hinwiesen. Der hinzugezogene Leichenschauer bescheinigte Anhaltspunkte für einen nicht natürlichen Tod. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen erbrachten keine Hinweise für das Vorliegen einer Fremdeinwirkung. Ein im Rahmen einer Obduktion durchgeführter Drogenschnelltest reagierte positiv auf diverse Rauschmittelsubstanzen.

Es ist bereits der 13. Drogentote im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München.

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Im zweiten Fall war ein 42-jähriger zusammen mit seiner Bekannten in seiner Wohnung in Neuperlach. Nach einem kurzen Nachmittagsschlaf fand die Bekannte den 42-Jährigen leblos neben ihr liegend auf.

Der hinzugerufene Notarzt stellte die Reanimationsmaßnahmen erfolglos ein.

Hinweise auf ein Fremdverschulden ergaben sich bei den kriminalpolizeilichen Ermittlungen nicht. Auch hier lief der im Rahmen der angeordneten Obduktion durchgeführter Drogenschnelltest positiv auf mehrere Betäubungsmittel.

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Es handelt sich somit um den 14. Rauschgifttoten im Jahr 2016 im Bereich des Polizeipräsidiums München.

Beide Drogentote hatten laut Polizei eine bekannte Drogenvergangenheit.

Vergleichszahlen:

2014: 6 Personen

2015: 17 Personen

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