Udes Lehrstunde: So zapft man richtig an!

Oberbürgermeister Christian Ude gibt einem Radiogewinner eine Unterweisung in der hohen Kunst des Ozapfens. Dieser spritzt kurzerhand das ganze Unionsbräu voll.
| Anne Kathrin Koophamel
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Der Griff: Der Wechsel wird mit dem Untergriff genommen, er liegt in der Hand. Der Daumen drückt von oben.
Bernd Wackerbauer 6 Der Griff: Der Wechsel wird mit dem Untergriff genommen, er liegt in der Hand. Der Daumen drückt von oben.
Der erste Schlag: Schwung ist wichtig, sagt Ude: „Schon beim ersten Schlag muss man ziemlich fest draufhaun. “ Dann immer weiter schlagen, bis der Hahn sicher im Hirschen steckt.
Bernd Wackerbauer 6 Der erste Schlag: Schwung ist wichtig, sagt Ude: „Schon beim ersten Schlag muss man ziemlich fest draufhaun. “ Dann immer weiter schlagen, bis der Hahn sicher im Hirschen steckt.
Der Fehler: Neuling Oskar Stock gelingt das Anzapfen nicht ganz so leicht. Er lässt den Wechsel nach dem Schlagen los – durch den Druck spritzt das Bier zu allen Seiten.
Bernd Wackerbauer 6 Der Fehler: Neuling Oskar Stock gelingt das Anzapfen nicht ganz so leicht. Er lässt den Wechsel nach dem Schlagen los – durch den Druck spritzt das Bier zu allen Seiten.
Der Jubel: Auch der gehört dazu. Vor der ersten Maß hebt man den Schlägel und ruft laut „Ozapft Is!“
Bernd Wackerbauer 6 Der Jubel: Auch der gehört dazu. Vor der ersten Maß hebt man den Schlägel und ruft laut „Ozapft Is!“
Das Einschenken: Wichtig ist, den Wechsel langsam aufzudrehen, sonst schäumt es zu stark und die Maßen sind untrinkbar.
Bernd Wackerbauer 6 Das Einschenken: Wichtig ist, den Wechsel langsam aufzudrehen, sonst schäumt es zu stark und die Maßen sind untrinkbar.
Das Zuprosten: Die erste Maß geht an den Ehrengast. Das kann der Ministerpräsident sein, der OB oder auch ein Geburtstagskind. Danach ein deutliches „Prost“ - und gschafft is!
Bernd Wackerbauer 6 Das Zuprosten: Die erste Maß geht an den Ehrengast. Das kann der Ministerpräsident sein, der OB oder auch ein Geburtstagskind. Danach ein deutliches „Prost“ - und gschafft is!

München - Seinen Titel als berühmtester Anzapfer Bayerns will OB Christian Ude nicht so leicht aufgeben. Für die B1-Radiosendung „99 Sachen, die muss ein Bayer machen“ bringt er dem Landshuter Oskar Stock im Unionsbräu der Familie Hagn die Kunst des Anzapfens bei. Die Lehrstunde beginnt mit einer Warnung. „Es ist schon eine Kunst, an der manch einer gescheitert ist“, sagt Ude, ehe er Wechsel und Schlegel zur Hand nimmt. Übrigens zeigt sich an diesem Tag: Ohne sein regelmäßiges Training haut auch ein OB mal schlecht auf den Wechsel. Drei Schläge braucht er – statt seiner Wiesn-üblichen zwei. „Der erste kam von zu weit oben, und ein Sicherheitsschlag ist sowieso immer dabei“, sagt Ude. Neuling Stock drischt zig Mal auf den Wechsel, der schließlich im Fass steckt. Vor lauter Freude lässt er los – und es spritzt zu allen Seiten. Ude ist ihm für die Bier-See-Sauerei dankbar: „Es zeigt, so einfach, wie alle meinen, ist Ozapfen nicht.“

 

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