Trotz Warnschildern: Gleich zwei Isar-Dramen an einem Wochenende
Dass Warnschilder nicht immer beachtet werden – egal wie groß oder wie zahlreich sie sind –, hat das Wochenende an der Großhesseloher Brücke eindrucksvoll gezeigt.
Gleich zwei Schlauchbootgruppen gerieten dort in Lebensgefahr, weil sie trotz eindeutiger Verbote das Wehr beziehungsweise das Isarwerk passierten.
Gruppe in Schlauchbooten gerät in Wasserwalze auf der Isar
Am Samstagnachmittag fuhr eine Gruppe junger Erwachsener mit mehreren Schlauchbooten durch das Großhesseloher Wehr.
Ein 29-jähriger Kölner und ein 33-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen gerieten mit ihrem Boot in die gefährliche Wasserwalze, teilt die Polizei mit. Die beiden Männer konnten von den übrigen Bootsinsassen aus dem Wasser gerettet werden. Alle sieben Beteiligten erreichten selbstständig das Ufer.
Die Durchfahrt des Großhesseloher Wehrs mit Sportbooten, Kanus oder Schlauchbooten ist lebensgefährlich und streng verboten. Zahlreiche Warnschilder weisen auf die Gefahr hin. Die Gruppe steuerte dennoch auf die Anlage zu – und kenterte.
Zwei Unfälle an einem Tag mit Schlauchbooten
Wenige Stunden später kam es zur nächsten Rettungsaktion. Am späten Samstagabend kenterte ein weiteres Schlauchboot mit drei Männern. Ein 22-jähriger und ein 40-jähriger Münchner sowie ein 26-Jähriger aus Bad Tölz gerieten laut Polizei am Isarwerk Großhesselohe in eine Notlage.

Die Männer setzten ihre Fahrt verbotswidrig auf der Isar fort, anstatt der Beschilderung zu folgen und auf den Isar-Werkkanal zu wechseln. Daraufhin gerieten auch sie in die Wasserwalze. Zwei der Männer konnten sich selbst retten. Der 22-Jährige blieb jedoch gemeinsam mit dem Schlauchboot in der Walze hängen und musste von der Feuerwehr ans Ufer gezogen werden. Verletzt wurde niemand.
Besondere Sicherheitsvorschriften auf der Isar
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut auf die besonderen Sicherheitsvorschriften für das Befahren der Isar im Landkreis München hin. Für Schlauchboote gelten unter anderem technische Mindestanforderungen, außerdem liegt die Alkoholgrenze auf dem Wasser bei 0,5 Promille. Wer Warnhinweise ignoriert, riskiert dagegen schnell sein Leben.
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