Tram-Westtangente: Jetzt ist die komplette Planung genehmigt
Im Münchner Westen fährt seit gut einem halben Jahr eine neue Tram: Von Pasing bis zum Gondrellplatz kann man mit ihr fahren. Doch bloß für diese Verbindung hätte die Stadt nicht die Straßen aufgraben lassen. Eigentlich ist der neue Tram-Abschnitt auf der Fürstenrieder Straße ein Teilstück der Tram-Westtangente, die einmal die Romanstraße in Nymphenburg mit der Aidenbachstraße in Obersendling verbinden soll.

Bis jetzt allerdings war diese 8,3 Kilometer lange Strecke noch nicht komplett genehmigt. Nun hat sich das geändert: Die Regierung von Oberbayern hat den Planfeststellungsbeschluss für den zweiten Abschnitt erteilt, schreiben die Stadtwerke.
Der erste Abschnitt reicht vom Romanplatz bis zum Waldfriedhof. Der zweite erstreckt sich von dort bis zur Aidenbachstraße.
"Mit dem Planfeststellungsbeschluss für den zweiten Abschnitt ist die Tram-Westtangente einen entscheidenden Schritt näher an ihrer Fertigstellung", sagt Alex Indra, der bei den Stadtwerken für Großprojekte im Bereich Mobilität zuständig ist. Jetzt beginnt also die nächste Phase beim Bau der Tram-Westtangente.
So geht der Bau nun weiter
Ab Oktober 2026 soll laut den Stadtwerken mit den bauvorbereitenden Maßnahmen gestartet werden. Dazu gehören unter anderem der Aufbau einer provisorischen Straßenbeleuchtung, der Ausbau des Mittelteilers sowie die Errichtung von Baumschutzzäunen.
Ab voraussichtlich Januar 2027 folgen Entwässerungsarbeiten, schreiben die Stadtwerke. Mit den Gleisbauarbeiten einschließlich der Straßenbauarbeiten wird voraussichtlich ab Juli 2027 begonnen.
Auf Anwohner und Autofahrer kommen also neue Einschränkungen zu. Die Stadtwerke planen deshalb im Herbst oder Winter 2026 eine öffentliche Informationsveranstaltung.
Künftig soll die Tram-Westtangente fünf Stadtbezirke verbinden: Nymphenburg, Laim, Sendling-Westpark, Hadern und Obersendling. Kosten soll die gesamte Strecke voraussichtlich 490 Millionen Euro. Vor 2029 wird die Tram wohl kaum fahren. Denn die sogenannte Umweltverbundröhre in Laim, der Tunnel am Bahnhof, durch den die Tram fahren soll, wird laut der Stadt frühestens Ende 2028 fertig.
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