Tragischer Unfall in Münchner U-Bahn-Station: Mann stolpert gegen Zug und wird überrollt

Ein 41-jähriger Mann aus Berlin ist am Samstagabend bei einem Unfall im U-Bahnhof Sendlinger Tor lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei ermittelt, schließt aber Fremdverschulden derzeit aus.
von  Ralph Hub
In der U-Bahn-Station Sendlinger Tor hat sich am Freitagabend ein schwerer Unfall ereignet, bei dem ein Berliner lebensgefährlich verletzt worden ist. (Symbolbild)
In der U-Bahn-Station Sendlinger Tor hat sich am Freitagabend ein schwerer Unfall ereignet, bei dem ein Berliner lebensgefährlich verletzt worden ist. (Symbolbild) © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

Ein 41 Jahre alter Mann aus Berlin war am Samstagabend gegen 21.45 Uhr am Gleis 2 des Bahnsteigs im U-Bahnhof Sendlinger Tor unterwegs. Im selben Moment fuhr eine U-Bahn auf Gleis 2 an. Der Mann lief nach Polizeiangaben aus bisher ungeklärten Gründen seitlich gegen einen Wagen der U-Bahn. Dabei verlor er das Gleichgewicht und stürzte.

Berliner gerät zwischen zwei Wagen

Der Berliner geriet dabei zwischen zwei Zugteile der U-Bahn und fiel gegen den sogenannten Faltenbalg. Dieses Bauteil aus Gummi umschließt das bewegliche Gelenk zwischen den Wagen eines Zuges oder einer Bahn. Der 41-Jährige fiel in den Gleisbereich. Dabei wurde er von den Rädern des Zuges schwer verletzt. Er erlitt zahlreiche Frakturen und Kopfverletzungen. Offenbar könnte an Armen oder Beinen sogar eine Amputation notwendig werden, hieß es am Wochenende.

Zustand des 41-Jährigen kritisch

Zeugen alarmierten den Notruf, Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei rückten zum Sendlinger Tor aus. Der 41-Jährige wurde aus dem Gleisbereich geborgen und vor Ort von einem Notarztteam versorgt. Anschließend wurde der Patient in die Notaufnahme einer Klinik gebracht und noch am selben Abend operiert. Sein Zustand sei kritisch, hieß es am Sonntag.

Polizei stellt Überwachungsvideo sicher

Die Münchner Verkehrspolizei hat vor Ort den Unfall aufgenommen. Nach dem momentanen Erkenntnisstand konnte bisher kein Fremdverschulden an dem Unfall festgestellt werden, so ein Polizeisprecher. Die Aufnahmen der Sicherheitskameras im Bahnhof und am Bahnsteig wurden sichergestellt. Sie werden in den kommenden Tagen ausgewertet. Die weiteren Ermittlungen führt die Münchner Verkehrspolizei.

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.