Nach Barbesuch: Münchner Familienvater nach Faustschlägen am Sendlinger Tor gestorben

Ein Münchner Familienvater ist nach einem Angriff nahe des Sendlinger Tors gestorben. Die Polizei hat inzwischen einen Tatverdächtigen festgenommen. Die Hintergründe.
Ralph Hub
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Die Tat ereignete sich in der Sonnenstraße 31.
Die Tat ereignete sich in der Sonnenstraße 31. © hub

Ein Münchner Familienvater ist nach gezielten Schlägen gegen den Kopf vor einem Pub am Sendlinger Tor gestorben. Der mutmaßliche Täter, ein aktiver Kampfsportler und Fußballfan aus Aachen, wurde inzwischen festgenommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes.

Der Vorfall ereignete sich am 31. Januar, nachdem die Münchner Löwen im Grünwalder Stadion gegen Alemannia Aachen gespielt hatten. Das Spiel endete 2:2. Einige Fans der Gästemannschaft waren nach dem Spiel noch in die Münchner Innenstadt gezogen. In der Sonnenstraße am Sendlinger-Tor-Platz kam es dann zu der tödlichen Begegnung, wie die Polizei in einer Pressekonferenz am Freitag berichtete.

Mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus

Das Opfer, ein 45-jähriger in München lebender Mazedonier, kam offenbar gerade aus einer Bar und hatte keinen Bezug zum Fußballspiel. Zeugen berichteten, dass zunächst mehrere Männer harmlos herumalberten. Dabei soll der mutmaßliche Täter den Familienvater in den Arm genommen haben. Kurz darauf lag der Mann regungslos am Boden. Mit schweren Kopfverletzungen wurde er ins Krankenhaus gebracht, wo er vier Tage später an einer Gehirnblutung verstarb.

Nach Zeugenaussagen und Aufnahmen von Überwachungskameras soll der Angreifer gezielt zwei Schläge auf den Kopf des Opfers ausgeführt haben. Anschließend floh der mutmaßliche Täter in Richtung Hauptbahnhof und reiste mit dem Zug zurück nach Aachen.

Festnahme in Aachen

Der Tatverdächtige, ein 21-jähriger aktiver Kampfsportler, konnte am vergangenen Mittwoch in Aachen von der Polizei festgenommen werden. Laut Polizei wurde er in München außerhalb des Stadions gesehen; für ihn gilt ein bundesweites Stadionverbot wegen eines früheren Delikts.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord aus Heimtücke und niederen Beweggründen vor. Im Falle einer Verurteilung droht dem Verdächtigen eine lebenslange Freiheitsstrafe. Die Münchner Mordkommission und die Staatsanwaltschaft München I haben die Ermittlungen aufgenommen.

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