Tödlicher Unfall in München: Laster überrollt Fußgängerin

Bei einem tragischen Verkehrsunfall ist eine Rentnerin in München-Obersendling ums Leben gekommen. Die Frau lief zwischen anfahrenden Autos direkt vor einen Lastwagen.
Ralph Hub |
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Für eine Fußgängerin, die in Obersendling von einem Lkw überrollt wurde, kam jede Hilfe zu spät. (Symbolbild)
Für eine Fußgängerin, die in Obersendling von einem Lkw überrollt wurde, kam jede Hilfe zu spät. (Symbolbild) © Jens Büttner

Die Ampel an der Kreuzung Zielstattstraße und Murnauer Straße in München-Obersendling stand am Dienstagnachmittag gegen 15.50 Uhr auf Rot für den Autoverkehr. Ein 29-jähriger Berufskraftfahrer aus dem Landkreis Ostalbkreis in Baden-Württemberg wartete mit seinem Mercedes-Lkw. Er war etwa 30 Meter von der Ampel entfernt, vor ihm standen weitere Autos verkehrsbedingt vor der Kreuzung.

Fußgängerin tritt plötzlich auf die Fahrbahn

Als die Ampel auf Grün sprang, fuhren die Autos an. Im selben Moment lief nach Informationen der Polizei eine 86-jährige Münchnerin zwischen den anfahrenden Autos auf die Straße. Die Rentnerin lief dabei direkt vor den anfahrenden Lastwagen. Der Fahrer konnte nach Angaben eines Polizeisprechers die Fußgängerin nicht sehen, da die Frau sich im toten Winkel des Fahrers befand. Die 86-Jährige wurde von dem Lkw überrollt und erlitt dabei schwerste Verletzungen. Ein Notarztteam versorgte die Fußgängerin. Anschließend wurde sie in die Notaufnahme einer Klinik gebracht, wo sie später ihren Verletzungen erlag.

Der berüchtigte tote Winkel

Nach Informationen eines Polizeisprechers konnte der Kraftfahrer von seiner Position im Führerhaus die Fußgängerin nicht sehen, weil sie sich im toten Winkel des Lasters befand. Der 29-Jährige stand nach dem Unfall unter einem schweren Schock und musste von Psychologen des KIT betreut werden. Zur Rekonstruktion des Unfalls wurde eine Gutachterin hinzugezogen. Zudem musste die Unfallstelle für drei Stunden in beide Richtungen gesperrt werden, weshalb es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kam. Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

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