Münchner stirbt nach Notfall im Wasser

Ein 73-Jähriger aus München treibt regungslos im Wasser. Zeugen leisten sofort Erste Hilfe. Der Rentner stirbt später im Krankenhaus. Ein zweiter Rettungseinsatz am Abend am Münchner Eisbach endet dagegen mit einem Happy End.
von  Ralph Hub
Die Ruder-Regattastrecke in Oberschleißheim ist ein beliebter Ort auch für Freizeitsportler.
Die Ruder-Regattastrecke in Oberschleißheim ist ein beliebter Ort auch für Freizeitsportler. © IMAGO/HMB Media

Ein Badeausflug zur Olympia-Ruder-Regatta-Strecke in Oberschleißheim endete am Montagnachmittag mit einer Tragödie: Ein 73-Jähriger verlor im Wasser das Bewusstsein, er starb später in einer Klinik. Mit einem Happy End endete dagegen die Suche am Montagabend nach einem vermissten 18-Jährigen im Eisbach im Englischen Garten in München.

Rentner will zurück zum Ufer

Ein 73-Jähriger aus München schwamm am Montag gegen 14.30 Uhr mit einem Freund (58) im abgeteilten Bereich der Ruder-Regatta-Strecke. Doch der Rentner konnte offenbar konditionell nicht mit dem jüngeren Mann mithalten und fiel zurück. Der 73-Jährige trennte sich von seinem Begleiter und schwamm wieder in Richtung Ufer zurück, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Hilfe für den 73-Jährigen kommt zu spät

Einige Zeit später sah ein Zeuge vom Steg aus den 73-Jährigen, der leblos im Wasser trieb. Der 60-Jährige und einige andere Helfer zogen den bewusstlosen Schwimmer ans Ufer und begannen mit Maßnahmen zur Wiederbelebung. Der Rettungsdienst wurde verständigt. Ein Notarztteam brachte den Patienten mit einem Helikopter in eine Klinik. Dort verstarb der 73-Jährige.

Die Todesursache ist unbekannt. Die Kripo ermittelt, geht aber derzeit von einem tragischen Unfall aus. Eine Obduktion des Schwimmers ist geplant. Sie soll klären, ob der Rentner infolge von Kreislaufproblemen starb oder ob er ertrunken ist.

Ein Schild mit der Aufschrift "Baden verboten – Lebensgefahr – Verwaltung des Englischen Garten München" hängt an einem Brückengelände über dem Eisbach im Englischen Garten.
Ein Schild mit der Aufschrift "Baden verboten – Lebensgefahr – Verwaltung des Englischen Garten München" hängt an einem Brückengelände über dem Eisbach im Englischen Garten. © Peter Kneffel

18-Jähriger verschwindet im Eisbach

Ein 18-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim genoss mit einigen Freunden am Montag den lauen Sommerabend im Englischen Garten in München. Gegen 22 Uhr sprang der junge Mann mit einem Begleiter in der Nähe der Tivolibrücke in den Eisbach. Wenig später fehlte von dem 18-Jährigen jede Spur. Seine Begleiter machten sich Sorgen. Sie suchten den Uferbereich ab, fanden ihren Freund aber nicht. Kurz nach 23 Uhr alarmierten sie den Polizeinotruf. Eine groß angelegte Suchaktion begann, an der rund 20 Streifen der Polizei und die Feuerwehr beteiligt waren. Zeugen beobachteten einen Hubschrauber, der über dem Gebiet kreiste, auch eine Drohne wurde zur Suche eingesetzt.

Schwimmer hatte sich verletzt

Was zunächst niemand wusste: Der 18-Jährige hatte unbemerkt den Eisbach verlassen, nachdem er sich das Knie gestoßen hatte. Er verständigte den Rettungsdienst und ließ sich wegen seiner Knieverletzung in ein Krankenhaus bringen. Seine Freunde am Eisbach bekamen davon nichts mit und wurden von dem 18-Jährigen offenbar auch nicht informiert. Erst später erfuhren die Rettungskräfte durch die Klinik, dass es dem vermissten 18-Jährigen gut geht. Die Suche wurde abgeblasen.

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