Tödliche Kollision auf dem Gardasee: Ermittlungen gegen Münchner

Bei einer Bootskollision am Gardasee stirbt ein junges Paar. Die Ermittlungen deuten schnell auf einen Zusammenstoß mit einem schnellen Motorboot. Zwei Münchner sind verdächtig.
| AZ/dpa
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Italienische Forensiker begutachten den Schaden an einem Boot. Im Fall zweier Toter auf dem Gardasee nach einer mutmaßlichen Bootskollision ermittelt die italienische Polizei gegen zwei Deutsche aus München.
Italienische Forensiker begutachten den Schaden an einem Boot. Im Fall zweier Toter auf dem Gardasee nach einer mutmaßlichen Bootskollision ermittelt die italienische Polizei gegen zwei Deutsche aus München. © Gabriele Strada/AP/dpa

Brescia/München - Im Fall zweier Toter auf dem Gardasee nach einer mutmaßlichen Bootskollision ermittelt die italienische Polizei gegen zwei Deutsche aus München.

Die Behörden suchten außerdem weiter nach der Ursache für den Zusammenstoß zwischen dem Motorboot und dem kleinen Holzboot, wie sie am Montag mitteilten. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge seien die beiden verdächtigen Anfang 50-Jährigen auf freiem Fuß, müssen sich aber zur Verfügung halten. Demnach stand noch das Ergebnis eines Tests auf Alkohol beziehungsweise Drogen aus.

Auf Fotos war zu sehen, wie Experten am Montag in weißen Schutzanzügen Bilder von einem Holzboot machten und dort Spuren sicherten. An einer Seite war es stark beschädigt. Eine offizielle Mitteilung verbreiteten die zuständigen Carabinieri zunächst nicht. Man müsse dafür auf die Freigabe der Justizbehörden warten, hieß es auf Nachfrage.

Unterdessen veröffentlichten einige italienische Medien weitere Details zu dem Fall und den beiden Getöteten. Die Frau (25) und der Mann (37) stammen demnach beide aus der Gegend am Westufer der Gardasees. Dem "Corriere della Sera" zufolge waren sie ein Paar.

Bericht: Münchner flüchten nach Kollision

Wie es in den Berichten weiter hieß, stieß das Motorboot in der Nacht zu Sonntag zwischen Salò und San Felice del Benaco mit dem Boot des Paares zusammen, und die Verdächtigen flohen, ohne zu helfen. Ein Einwohner hatte den Kahn am frühen Sonntagmorgen entdeckt – darin der leblose Körper des Mannes. Die Retter suchten über Stunden nach der Frau und bargen ihre Leiche später aus den Tiefen des Sees, wie mehrere Zeitungen weiter schrieben. Dem "Corriere della Sera" nach waren ihre Beine teilweise abgetrennt.

Es wurde außerdem spekuliert, dass das Motorboot beim Aufprall mit sehr hoher Geschwindigkeit unterwegs war. Die Staatsanwaltschaft ermittle wegen Totschlags und unterlassener Hilfeleistung.

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