Wechselnde Preise je nach Andrang? Hellabrunn sagt nein

Während der Kölner Zoo auf flexible Online-Ticketpreise setzt, erteilt der Münchner Tierpark Hellabrunn dem Dynamic Pricing eine klare Absage. Trotz gestiegener Kosten und bereits erhöhter Eintrittspreise setzt Hellabrunn weiter auf ein transparentes, statisches Preismodell.
Hüseyin Ince
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Der Isar-Eingang des Tierparks Hellabrunn. Eine dynamische Preisgestaltung würde sich vor allem an der Eintrittskasse durch grundsätzlich höhere Preise bemerkbar machen. Alle, die lange vorher online buchen, hätten Preisvorteile, änlich wie im Fluggastbetrieb.
Der Isar-Eingang des Tierparks Hellabrunn. Eine dynamische Preisgestaltung würde sich vor allem an der Eintrittskasse durch grundsätzlich höhere Preise bemerkbar machen. Alle, die lange vorher online buchen, hätten Preisvorteile, änlich wie im Fluggastbetrieb. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON

Als einer der ersten deutschen Tierparks überhaupt verlangt der Kölner Zoo seit Donnerstag unterschiedliche Online-Eintrittspreise, je nach Tag, Andrang und Auslastung. Zusätzlich erhöhte der Zoo die Preise an der Kasse. Der Grund ist wohl in der Corona-Pandemie zu suchen. Seit die Besucher monatelang durch Lockdown ausblieben, geriet der Betrieb offenbar in immer größere Schieflage. Und das trotz eines Rekordes 2025, mit 1,3 Millionen Besucher.

"Die Kosten laufen uns davon", erklärte der Kölner Zoo-Vorstand Christopher Landsberg dem "Kölner Stadtanzeiger". Personal-, Energie- sowie Baukosten seien die größten Posten, bei gleichbleibenden Eintrittspreisen. Da stellt sich die Frage: Denkt vielleicht ein Tierpark wie Hellabrunn ebenfalls über solch ein Modell nach? Denn auch in München sind monatelang die Besucher ausgeblieben, als die Pandemie wütete. Die AZ hat nachgefragt.

Zwei Preiserhöhungen in fünf Jahren

Nein, sagt ein Sprecher des Tierparks Hellabrunn. Weder sei in der Vergangenheit darüber gesprochen worden, noch denke man künftig darüber nach. Das statische Preismodell habe sich bewährt. Vorstand und Tierparkdirektor Rasem Baban sagt: "Eine klare und (...) nachvollziehbare Preisstruktur ist für alle Beteiligten sinnvoller. Deshalb stellt sich für uns die Frage nach Einführung eines Dynamic-Pricing-Modells nicht."

1.897.268 Millionen Besucher zählte Hellabrunn 2024. Dennoch hat man seit Corona  zwei Mal die Preise angepasst. Im Januar 2022 ging es zunächst hoch auf 18 Euro für Erwachsene, bei Kindern (4-14 Jahre) 7 statt 6 Euro. Auch die Parkgebühren erhöhten sich auf 6 Euro.

Zum 1. Februar 2025 kam die nächste Anpassung. Für Erwachsene kostet der Eintritt seither 20 Euro. Kinder zahlen 8 statt 7 Euro. Die Parkgebühren blieben gleich. Steigende Kosten bei Energie, Futterversorgung und Personal führte Tierpark-Chef Baban damals an.

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  • 1Muenchner vor 23 Stunden / Bewertung:

    Es ist ganz einfach. Der Betrieb muss bezahlt werden (können). Die Verluste liegen bei ca. 1 Mio. Euro jährlich. Das ist in etwa 1 € pro verkaufter Jahreskarte. Die Stadt subventioniert den Betrieb iHv 3,1 Mio Euro. Also müsste jede Eintrittskarte etwa 4 € teurer sein. Das Sea Life Aquarium verlangt 25 € (Erw.) und 20 € für Kinder. Das ist in etwa der Preis der eigentlich verlangt werden müsste.

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  • FredC2 am 17.04.2026 10:22 Uhr / Bewertung:

    Dynamic pricing mag ja smart klingen, hat aber meist einen Beigeschmack.
    So wie letztens bei einem 4.5 stündigen Flug mit CONDOR , bei dem es keine Esssen inkl. gab (und auch keine Getränke!!). Ich habe also ein Bagel und eine Butterbrezn vorab für 10 Euro dazugebucht, damit meine Tochter keine Krise bekommt.
    2 Stunden vor Landung dann die Ansage, dass es das Essen zum halben Preis gibt, da sie ihr Zeugs nicht loswerden.
    Also ich habe mich doppelt veräppelt gefühlt. Wären wir auch wie eigentlich geplant mit der TurkishAir geflogen, hätt's auch was Gescheites samt Getränke inkl. gegeben. Sparen am falscher Stelle würde ich sagen

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  • tutnixzursache vor 33 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von FredC2

    Man bekommt, was man bucht. Ist doch ganz einfach. Aber man kann sich ja auch selbst Speisen und Getränke mitnehmen. Macht man in der Bahn doch auch. Außerdem ist es doch fair, wenn man schon 2 Stunden vor Ankunft nur noch den halben Preis zahlt. Hat man noch genug Zeit. Und wer steigt schon hungrig ins Flugzeug?

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