Wechselnde Preise je nach Andrang? Hellabrunn sagt nein
Als einer der ersten deutschen Tierparks überhaupt verlangt der Kölner Zoo seit Donnerstag unterschiedliche Online-Eintrittspreise, je nach Tag, Andrang und Auslastung. Zusätzlich erhöhte der Zoo die Preise an der Kasse. Der Grund ist wohl in der Corona-Pandemie zu suchen. Seit die Besucher monatelang durch Lockdown ausblieben, geriet der Betrieb offenbar in immer größere Schieflage. Und das trotz eines Rekordes 2025, mit 1,3 Millionen Besucher.
"Die Kosten laufen uns davon", erklärte der Kölner Zoo-Vorstand Christopher Landsberg dem "Kölner Stadtanzeiger". Personal-, Energie- sowie Baukosten seien die größten Posten, bei gleichbleibenden Eintrittspreisen. Da stellt sich die Frage: Denkt vielleicht ein Tierpark wie Hellabrunn ebenfalls über solch ein Modell nach? Denn auch in München sind monatelang die Besucher ausgeblieben, als die Pandemie wütete. Die AZ hat nachgefragt.
Zwei Preiserhöhungen in fünf Jahren
Nein, sagt ein Sprecher des Tierparks Hellabrunn. Weder sei in der Vergangenheit darüber gesprochen worden, noch denke man künftig darüber nach. Das statische Preismodell habe sich bewährt. Vorstand und Tierparkdirektor Rasem Baban sagt: "Eine klare und (...) nachvollziehbare Preisstruktur ist für alle Beteiligten sinnvoller. Deshalb stellt sich für uns die Frage nach Einführung eines Dynamic-Pricing-Modells nicht."
1.897.268 Millionen Besucher zählte Hellabrunn 2024. Dennoch hat man seit Corona zwei Mal die Preise angepasst. Im Januar 2022 ging es zunächst hoch auf 18 Euro für Erwachsene, bei Kindern (4-14 Jahre) 7 statt 6 Euro. Auch die Parkgebühren erhöhten sich auf 6 Euro.
Zum 1. Februar 2025 kam die nächste Anpassung. Für Erwachsene kostet der Eintritt seither 20 Euro. Kinder zahlen 8 statt 7 Euro. Die Parkgebühren blieben gleich. Steigende Kosten bei Energie, Futterversorgung und Personal führte Tierpark-Chef Baban damals an.
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