Tierpark Hellabrunn freut sich über seltenen Nachwuchs

Mishmi-Takine sind selten, ihr Lebensraum in Asien zunehmend bedroht. Nun wurde im Tierpark Hellabrunn ein Kalb geboren – im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms.
Sophia Willibald
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Ende vergangener Woche erblickte ein Mishmi-Takin-Jungtier die Welt. Der Tierpark freut sich über den Zucht-Erfolg.
Ende vergangener Woche erblickte ein Mishmi-Takin-Jungtier die Welt. Der Tierpark freut sich über den Zucht-Erfolg. © Tierpark Hellabrunn

Während es beim Roten-Panda-Paar Yoko und Justin noch etwas dauern wird, bis der Nachwuchs kommt, gibt es im Tierpark Hellabrunn bereits Grund zur Freude über einen anderen Zuwachs: Ende letzter Woche kam ein Mishmi-Takin-Kalb zur Welt. Wie der Tierpark am Mittwoch mitteilte, sei das der Erfolg, nachdem im Herbst 2024 ein neuer Zuchtbulle in die Gruppe eingezogen war.

Für Hellabrunn ist es gerade deshalb von großer Bedeutung, weil Mishmi-Takine selten sind. Der Tierpark ist Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP). "Ziel des Programms ist es, stabile Reservepopulationen in zoologischen Einrichtungen aufzubauen und so einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Erhalt der Art zu leisten", teil der Zoo mit.

Nachwuchs in Hellabrunn: Kalb gehört gefährdeter Tierart an

Tierschützer sehen das Argument der Erhaltungszucht kritisch. Sie fordern, die Lebensräume, der bedrohten Tierarten zu schützen, um ihnen ein Leben in freier Wildbahn zu ermöglichen.

Dass die Lebensräume der Mishmi-Takine bedroht sind, erklärt auch Hellabrunn: Grund seien "Abholzung und Infrastrukturmaßnahmen sowie die illegale Bejagung". Die Tiere kommen "ausschließlich in den abgelegenen Mishmi-Bergen im Dreiländereck von Indien, China, Bhutan und Myanmar vor. Sie sind ausgezeichnete Kletterer und erklimmen dort felsige Bergwälder", schreibt der Zoo.

Mit dem neuen Mishmi-Takin-Kalb leiste Hellabrunn einen "einen wichtigen Beitrag zum Schutz dieser außergewöhnlichen und seltenen Tierart", so der Tierpark. 

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