Terror beim CSD: 4000 Menschen bei Münchner Mahnwache nach Anschlag in Berlin

Nach dem Anschlag beim Berliner CSD finden sich in der bayerischen Landeshauptstadt Tausende im Gedenken zusammen. Oberbürgermeister Dominik Krause will ein Zeichen der Solidarität setzen.
AZ/dpa |
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Als Symbol der Toleranz: Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) hat Regenbogenflaggen vor dem Rathaus aufhängen lassen.(Archivbild)
Als Symbol der Toleranz: Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) hat Regenbogenflaggen vor dem Rathaus aufhängen lassen.(Archivbild) © Sven Hoppe/dpa

Nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin haben an Montagabend in München rund 4000 Menschen an einer Mahnwache teilgenommen. Das berichteten die Veranstalter anschließend, die Zahl war demnach mit der Schätzung der Polizei abgestimmt. Zuvor hatte Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) Regenbogenflaggen als Symbol der Toleranz vor dem Rathaus aufhängen lassen.

CSD-Geschäftsführer Kluge: "Heute trauern wir, und wir stehen zusammen"

Die Gedanken aller seien bei den Verletzten, den Angehörigen und Freunden und Freundinnen der getöteten Person sowie bei denen, die das Geschehen miterleben mussten, sagte der Münchner CSD-Geschäftsführer Alexander Kluge. "Unsere ganze Solidarität gilt dem Berliner CSD und der queeren Community in Berlin. Heute trauern wir, und wir stehen zusammen."

Der CSD in Berlin war am Samstagabend abgebrochen worden, nachdem ein Auto am Rande der Großveranstaltung in eine Menschenmenge gefahren war. Eine Frau wurde getötet, 29 weitere Menschen wurden verletzt. Am Sonntagabend erschoss die Polizei den mutmaßlichen Attentäter Abdul B.

Appell von Münchner OB Krause: Offene Gesellschaft verteidigen

OB Krause – er hatte Ende Juni beim Münchner CSD mit seinem Lebensgefährten teilgenommen – bezeichnete die Tat in einem Brief an seinen Berliner Amtskollegen Kai Wegner (CDU) als Anschlag "gegen die LGBTIQ+-Community und gegen unsere demokratische Gesellschaft".

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Krause betonte, wie wichtig es sei, die offene Gesellschaft und deren demokratische Errungenschaften zu verteidigen. "Dazu gehören das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, der Schutz von Minderheiten und das Demonstrationsrecht. All dies wurde durch den Anschlag vom Wochenende angegriffen."

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5 Kommentare
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  • Bayern69 am 28.07.2026 11:39 Uhr / Bewertung:

    Das ist hohles Politiker Geschwurbel. Offene Gesellschaft? Die hat sich doch schon längst verändert, z.B. durch abgeschottete Weihnachtsmärkte, Druck in den Schulen durch muslimische Schüler auf andere etc. Der Staat muss endlich gegen den Islamismus vorgehen; da sind andere Länder schon viel weiter. Allerdings haben wir alle doch in der Vergangenheit Parteien gewählt, die einer unbegrenzte Zuwanderung samt deren Problemen das Wort geredet haben. Wie bestellt, so geliefert. Viel wichtiger ist doch der Kampf gegen jede Form von Rechts!

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  • Der wahre tscharlie am 28.07.2026 18:11 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Bayern69

    Die Angriffe auf die CSDs kommt nicht nur von radikalen Islamisten, sondern auch von den Rechten. Das ist unbestritten. Hochburg scheint ja Bautzen zu sein, wo die Rechten den CSD immerwieder verhindern wollen.

    In diesem Zusammenhang möchte ich etwas zitieren:
    "Von den insgesamt 245 geplanten CSDs in 2025 wurden mindestens 110 CSDs gestört oder angegriffen.
    Bei mindestens 53 der angegriffenen CSDs sind die Angriffe und Störungen auf rechtsextreme, organisierte Strukturen, wie Parteien und rechtsextreme Jugendgruppierungen zurückzuführen. Diese 53 strukturierten Angriffe beinhalten 43 rechtsextreme Demonstrationen und/oder Gegenversammlungen."

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  • ......kann mich mal am 28.07.2026 09:40 Uhr / Bewertung:

    Bei all den anderen opfern unter den ungläubigen- wo bleibt da die trauerbekundung??

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