Taxi-Streit: Werden Uber und Co. in München bald teurer?

Uber und Bolt sind oft billiger als Taxen. Das bringt die Branche in Bedrängnis. Nun will die Stadt München reagieren.
AZ/dpa |
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Für das Taxigewerbe sind Uber & Co. eine Bedrohung. (Symbolbild)
Für das Taxigewerbe sind Uber & Co. eine Bedrohung. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa

Im Münchner Rathaus sollen kommende Woche Mindestpreise für Fahrdienstplattformen wie Uber, Bolt & Co. auf den Weg gebracht werden. Die Anbieter machen dem Taxigewerbe seit geraumer Zeit Konkurrenz, dessen Möglichkeiten zur Preisgestaltung angepasst werden sollen, um die Nachfrage anzukurbeln. Geplant ist, dass zunächst am Dienstag der Kreisverwaltungsausschuss über entsprechende Vorschläge entscheidet, bevor sich am Mittwoch die Vollversammlung des Stadtrates mit der Thematik befasst. 

Schon seit längerem schwelt in der Landeshauptstadt der Streit über die Geschäftspraktiken der Fahrdienste, deren Fahrerinnen und Fahrer die Passagiere oft deutlich günstiger von A nach B bringen als herkömmliche Taxen. Allerdings verstoßen sie nach Erkenntnissen des Hauptzollamtes München "fast flächendeckend gegen arbeits- und sozialrechtliche Vorschriften". Auch das Mindestlohngesetz werde regelmäßig missachtet.

Versuche, die Betreiber dazu zu bewegen, einen Mindest- und Maximalpreis für das Münchner Stadtgebiet und den Flughafen festzulegen, der sich an den gültigen Taxitarifen orientiert, waren nach Angaben der Stadt bislang gescheitert. Das gleich gilt für die Einführung von Mindesthonoraren. 

Mindestentgelte sollen sich an Taxitarif orientieren

Nun hat die Taxikommission des Kreisverwaltungsreferats vorgeschlagen, eine Allgemeinverfügung zur Einführung von Mindestentgelten zu erlassen. Diese sollen sich am Grund- und Kilometerpreis des Taxitarifs abzüglich des für Taxen geltenden Tarifkorridors orientieren. Dabei würden die Wartezeitbestandteile des Tarifs sowie die für Taxen obligatorischen Zuschläge nicht berechnet. Das Mindestbeförderungsentgelt soll nicht greifen, wenn der Beförderungsauftrag nachweislich mindestens eine Stunde vor Fahrtantritt erteilt wurde.

Auch bei den Preisen der Taxen soll es demnach Änderungen geben. Wer längere Strecken fährt, dürfte künftig von sinkenden Kilometersätzen profitieren. Zudem soll der Tarifkorridor ausgeweitet werden. Er regelt Mindest- und Höchstpreise, die bei Fahrten mit vorheriger Bestellung frei vereinbart werden können. Die flexiblere Preisgestaltung soll die Nachfrage steigern. Grundsätzlich unterliegt das Taxigewerbe mit dem Ziel der Daseinsvorsorge gesetzlichen Pflichten, wie z.B. einer Betriebs- sowie einer Beförderungspflicht.

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  • Lackl am 26.04.2026 09:49 Uhr / Bewertung:

    Sollen die Taxler ihre arg überzogen Preise senken und die Lizenz Vergabe stärker einschränken. Dann gibt's weniger Stillstand und genug Geschäft für den Rest

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  • FRUSTI13 am 25.04.2026 18:25 Uhr / Bewertung:

    Ich fahre schon aus Prinzip immer Taxi, weil ich das Uber Geschäftsmodell nicht unterstützen will!

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  • Ich wer sonst am 25.04.2026 18:08 Uhr / Bewertung:

    Danke liebe Taxler, jetzt fahre ich erst Recht nicht mehr mit euch. Bisher bin ich wenn ich es mal eilig hatte an den nahen Taxistand gegangen, jetzt könnt ihr mich mal.Brauche ich mit Uber zwar etwas länger, aber mit deren Service könnt ihr Taxler bei weitem nicht mithalten.Alleine wenn ich die oft sehr dreckigen Wagen von euch sehe, viele Fahrer die kein verständliches Deutsch oder Englisch sprechen , Nein mit euch nicht mehr. Bei Uber gebe ich meine Adresse ein, sehe direkt den Preis und alles ist gut.

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