Tausende neue Wohnungen für München: Diese Beschlüsse trifft der Stadtrat 2026

An Bebauungsplänen für neuen Wohnraum feilt der Stadtrat oft jahrelang. Doch schon in den nächsten Monaten wird er wichtige Entscheidungen treffen, die München verändern werden. 
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Das Bild zeigt eine Baustelle in Neuperlach. Doch in München sind noch an vielen weitern Stellen neue Wohnungen geplant.
Das Bild zeigt eine Baustelle in Neuperlach. Doch in München sind noch an vielen weitern Stellen neue Wohnungen geplant. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

Anfang März ist Kommunalwahl. Doch untätig will Stadtbaurätin Elisabeth Merk (parteilos) bis dahin nicht sein. Sie kündigt an: Noch im ersten Quartal 2026 soll der Stadtrat für rund 4000 Wohnungen den Satzungsbeschluss fassen. Das ist der letzte Schritt in einem Bebauungsplanverfahren, das sich meistens über viele Jahre hinzieht. Hier ein Überblick, um welche Projekte es geht:

Freiham: Am größten Neubaugebiet Europas wird schon seit Jahren gebaut. 2026 geht es mit dem zweiten Realisierungsabschnitt weiter, zumindest auf dem Papier. Das Rathaus wird dafür den Bebauungsplan ausarbeiten. Grob steht fest: Es sollen auf einer Fläche von rund 55 Hektar etwa 6200 Wohnungen für etwa 16.000 Menschen entstehen, dazu mindestens drei Schulen und mehr als sieben Kitas.

Freisinger Landstraße (Schwabing-Freimann): Im ersten Quartal 2026 soll der Satzungsbeschluss für die etwa 600 Wohnungen – davon zirka 200 Wohnungen im geförderten Wohnungsbau – gefasst werden. Direkt am zentralen Quartiersplatz sind ein Lebensmittel-Nahversorger und eine Gaststätte mit Freischankbereich vorgesehen. Hinzu kommen zwei Kindertagesstätten und eine Dreifachsporthalle mit Fitnessbereich und Außensportflächen für den Sportverein TS Jahn.

Wohnungen auf einem ehemaligen Industrie-Areal

Oberwiesenfeld Knorr-Bremse-Areal: Auf dem Gebiet zwischen der Moosacher Straße und dem DB-Nordring soll ein Quartier mit Gewerbe, Büros und rund 620 Wohnungen entstehen. Davon sollen etwa 180 geförderte sein, 120 sollen "besonderen Personengruppen“ wie Studierenden, Azubis und Senioren zur Verfügung stehen. Laut SPD-Stadträtin Simone Burger ist eine private Pflegeeinrichtung geplant. Die Wohngebäude werden geschwungene Fassaden haben, futuristisch sieht das auf den Visualisierungen aus. Das höchste Gebäude misst 88 Meter, Büros und ein Hotel sollen einziehen.

So sollen die Wohntürme einmal aussehen.
So sollen die Wohntürme einmal aussehen. © Ingenhoven Architects

Marienburger Straße: Auch in Bogenhausen entsteht ein neues Quartier mit 470 Wohnungen, dazu eine Kindertageseinrichtung, ambulant betreute Pflege-Wohngemeinschaften, eine Tagespflegeeinrichtung, Einzelhandel, Gewerbe, Grün- und Freiflächen. Im Osten grenzt das Areal an eine Bahnstrecke, die künftig viergleisig ausgebaut wird. Das Rathaus wünscht sich einen Tunnel. Doch ob der wirklich kommt, ist noch nicht ganz klar.

Eggarten-Siedlung: Geplant ist, dass der Stadtrat im zweiten Quartal 2026 den Billigungsbeschluss für das Areal in der Lerchenau fällt. 1900 Wohnungen sowie etwa 500 neue Arbeitsplätze sind geplant.

Tucherpark: Auf dem einstigen Bürostandort entstehen rund 600 Wohnungen. Der Stadtrat wird voraussichtlich im Herbst 2026 den Billigungsbeschluss fällen. Schon jetzt werden bestehende Gebäude entkernt und saniert.

So soll der Tucherpark einmal aussehen. Er soll sich zum Eisbachviertel wandeln.
So soll der Tucherpark einmal aussehen. Er soll sich zum Eisbachviertel wandeln. © commerzreal

Eggenfeldener Straße: In Bogenhausen wird ein Gewerbegebiet in ein Quartier mit 350 Wohnungen für 900 Bewohner, sozialen Einrichtungen sowie Grün- und Freiflächen umstrukturiert. Auch rund 500 Arbeitsplätze könnten dort einmal entstehen. Der Billigungsbeschluss ist für Ende 2026 geplant.

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