Tausende im Englischen Garten: Die Münchner zieht's raus

Der Frühling ist da, die Temperaturen steigen – und die Münchner strömen nach draußen. An beliebten Treffpunkten wird's deshalb besonders voll. Die Gesundheitsreferentin appelliert indes an die Bürger.
| Michael Schleicher
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Ein Bild vom Mittwoch: Münchner genießen den Frühling im Englischen Garten.
Ein Bild vom Mittwoch: Münchner genießen den Frühling im Englischen Garten. © Peter Kneffel/dpa

München - 22 Grad zeigte das Thermometer in der Spitze am gestrigen Mittwoch in München an. Logisch, dass es da viele Menschen nach draußen zieht.

Vor allem gegen Nachmittag und Abend war einiges an den beliebten Treffpunkten in der Stadt los. Tausende Münchner genossen ihr Feierabendbier im Englischen Garten, auch an den bekannten Party-Hotspots wie dem Gärtnerplatz trafen sich wieder viele Menschen.

Einiges los im Englischen Garten.
Einiges los im Englischen Garten. © Peter Kneffel/dpa

"Unbelehrbare" wurden von der Polizei angezeigt

Die Polizei führte zwischen Mittwoch- und Donnerstagmorgen (jeweils 6 Uhr) insgesamt knapp 1.200 Corona-Kontrollen im Stadtgebiet und dem Landkreis durch. Dabei setzte die Polizei vor allem auf Kommunikation und das Einsehen der Menschen. Ein Vorgehen, das die Beamten seit geraumer Zeit anwenden – auch wenn es wegen der Corona-Pandemie an einigen Orten in der Stadt mal enger werden sollte.

Unter Tausenden gibt es aber auch einige "Unbelehrbare", wie sie die Polizei nennt. Diese wurden auch am Mittwoch nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt, sie müssen nun mit einem Bußgeldbescheid rechnen. Konkrete Zahlen zu den Menschenmassen im Englischen Garten habe die Münchner Polizei allerdings nicht vorliegen, wie eine Sprecherin auf AZ-Nachfrage mitteilte.

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Appell von Münchens Gesundheitsreferentin

Münchens Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek appelliert währenddessen an die Münchnerinnen und Münchner, die derzeit geltenden Hygieneregeln auch über Ostern einzuhalten. Ein Appell, der zur richtigen Zeit kommt, denn München hat mittlerweile am zweiten Tag hintereinander den kritischen Inzidenzwert von 100 überschritten. Die bayerische Landeshauptstadt wird um die vielbeschworene "Notbremse" wohl nicht mehr herumkommen.

"Infektionen finden dort statt, wo Menschen zusammentreffen und Kontakt haben. Bitte halten Sie die Kontakte insgesamt gering, auch über Ostern", schreibt Zurek in ihrem Statement. Wer sich treffe, solle die Abstands- und Hygieneregeln einhalten. "Und wenn Sie Menschen treffen, die zur gefährdeten Gruppe gehören, machen Sie bitte zur Sicherheit am Morgen des Besuchstages einen Schnelltest."

Vergangenen Dienstag an der Isar zwischen Wittelsbacher- und Reichenbachbrücke: Die Münchner genießen die Sonne.
Vergangenen Dienstag an der Isar zwischen Wittelsbacher- und Reichenbachbrücke: Die Münchner genießen die Sonne. © Peter Kneffel/dpa

"Notbremse" in München ab Ostersonntag?

Das Wetter in München nach Ostern macht zumindest aus Inzidenz-Sicht ein kleines bisschen Hoffnung. Ab Dienstag sinken die Temperaturen stark, zudem soll es wieder vermehrt regnen – es wird also wieder einfacher die Abstandsregeln einzuhalten.

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