Tausende bei Abtreibungs-Demos in München – Polizei muss mehrfach eingreifen 

Beim Streit um das Thema Abtreibung kommt es zu Spannungen in der Innenstadt. Gegendemonstranten blockieren, Beamte setzen Zwang ein und erstatten Anzeigen.
von   AZ
Beim "Marsch fürs Leben" (hier eine Demo 2023) demonstrieren Menschen unter anderem gegen Abtreibung. Die Veranstaltung gilt als umstritten.
Beim "Marsch fürs Leben" (hier eine Demo 2023) demonstrieren Menschen unter anderem gegen Abtreibung. Die Veranstaltung gilt als umstritten. © IMAGO/leo.fge

Während einer Streifenfahrt entdeckten zwei Polizisten Schmierereien auf der Fahrbahn im Bereich der Brienner Straße/Türkenstraße/Karolinenplatz. Wie die Polizei mitteilt, wurde dort von bislang unbekannten Tätern in roter und gelber Farbe "Pro Choice" geschrieben.

Die Schmierschriften könnten im Zusammenhang mit dem am Samstag stattgefunden „Marsch des Lebens“ und der entsprechenden Gegendemo am Odeonsplatz stehen. Beide Versammlungen beschäftigen sich mit dem Thema Schwangerschaftsabbruch. Nach ersten Erkenntnissen entstand durch die Schriftzüge ein Schaden im dreistelligen Bereich.

4500 Teilnehmer beim "Marsch fürs Leben"

Beim "Marsch fürs Leben" zogen laut Polizei rund 4500 Menschen ab 12.15 Uhr durch die Innenstadt. Zur feministischen Gegendemo "Pro Choice" um 11 Uhr kamen rund 4000 Teilnehmer, teilt die Polizei mit.

Die Teilnehmer des ansonsten friedlichen "Marsch fürs Leben" wurden während des Zuges von den Gegendemonstranten gestört. Die versuchten den Zug zu blockieren und missachteten Absperrungen der Polizei.

Mehrere Anzeigen gegen Demonstranten

Mehrmals mussten die Beamten "unmittelbaren Zwang in Form von Schieben und Drücken" anwenden. Verstöße wegen Körperverletzung, Beleidigung sowie Erregung öffentlichen Ärgernisses wurden zur Anzeige gebracht. Die Münchner Polizei hat die Versammlungen mit mehr als 300 Einsatzkräften betreut.

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