Sturmbilanz: Radlerin wird von umstürzendem Bauzaun schwer verletzt

Die Sommerhitze endete in Bayern am Sonntag mit einem rasanten Wetterumschwung, der in Teilen Bayerns für zahlreiche witterungsbedingte Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sorgte. Heftige Gewitter mit Starkregen und stürmischen Böen entwurzelten Bäume, Strommasten knickten um und Autos wurden beschädigt, wie die Polizeipräsidien mitteilten.
Radlerin wird von Unwetter überrascht
In Oberschleißheim (Landkreis München) wurde am Sonntagnachmittag eine Radlerin vom aufziehenden Sturm überrascht. Als die 67-Jährige aus dem Landkreis München nach Polizeiangaben gegen 14.50 Uhr mit ihrem Fahrrad auf der Birkhahnstraße in Richtung Mittenheim fuhr, kam heftiger Wind auf.
Ein Metallzaun an einer Baustelle kippte auf einer Länge von etwa 30 Metern um. Der Bauzaun traf die Radlerin am Kopf. Die Frau trug laut Polizei keinen Fahrradhelm. Die 67-Jährige stürzte. Der Rettungsdienst brachte sie in die Notaufnahme einer Klinik. Die Radlerin hat Schnittwunden, Prellungen und ein Schädelhirntrauma erlitten. Zudem besteht der Verdacht auf eine Fraktur der linken Schulter.
War der Bauzaun richtig gesichert?
Derzeit wird geprüft, so der Polizeisprecher, ob der Bauzaun ordnungsgemäß gesichert war und ob ein Fremdverschulden vorliegt. Die weiteren Ermittlungen führt die Münchner Verkehrspolizei.
Die vom Deutschen Wetterdienst angekündigten Unwetterzellen haben München am Sonntag lediglich gestreift, teilte ein Sprecher der Berufsfeuerwehr mit. Um 17 Uhr war bereits alles vorüber. Die Feuerwehr meldete am Montag fünf sturmbedingte Einsätze, bei denen es keine größeren Schäden oder Verletzte gab.
So geht's mit dem Sommer weiter
Nach Blitz und Donner kehrt in Bayern zum Wochenstart wieder etwas Ruhe ein. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) verabschiedet sich die schwülwarme Luft, stattdessen strömt deutlich frischere Meeresluft in den Freistaat. Der Sommer macht damit erst einmal einen Schritt zurück.