Traumstadt München: Hier arbeitet es sich in Deutschland am besten

Im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten arbeitet es sich in München besonders gut ohne Büro. Im europaweiten Vergleich sieht es aber anders aus. 
Jan Krattiger
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Arbeiten, wo man will: Digitale Nomaden sollen laut einer Studie in München vergleichsweise gute Voraussetzungen vorfinden. (Symbolbild)
Arbeiten, wo man will: Digitale Nomaden sollen laut einer Studie in München vergleichsweise gute Voraussetzungen vorfinden. (Symbolbild) © Imago/Pablo Leal

Das klingt doch traumhaft: Arbeiten, von wo immer man möchte, in der Hängematte, irgendwo auf der Welt, ganz egal, wo der Chef hockt: Das können die sogenannten "digitalen Nomaden", die für ihre Arbeit nicht mehr brauchen als einen Laptop und einen Internetanschluss. Den Begriff gibt es schon seit Ende der 90er-Jahre.

Eine neue Studie will jetzt herausgefunden haben, dass München die beste deutsche Stadt für digitale Nomaden sein soll. Sie vergleicht Faktoren, die für den Alltag digitaler Nomaden am wichtigsten sind: Wohnkosten, Kosten für Essen, Internet, öffentlichen Verkehr und Sicherheit.

Studie: In Frankfurt sind Airbnb-Wohnungen günstiger

Ein Blick auf die erhobenen Zahlen zeigt im Deutschlandvergleich, dass München, Berlin, Hamburg und Frankfurt sowohl bei Internet- als auch Essenskosten etwa gleichauf sind. Bei den Kosten für das Wohnen ist einzig Frankfurt deutlich günstiger. Die Studie vergleicht dabei Kosten für Airbnb-Wohnungen und kommt bei München auf 2303,79 Euro; in Frankfurt sind es 300 Euro weniger.

Die monatlichen Ausgaben für Internet, öffentlichen Verkehr, Wohnen und Essen berechnet die Studie für München mit 2651,70 Euro. Wo München gemäß der Studie im Vergleich zu den anderen deutschen Großstädten massiv punkten kann, ist die Sicherheit: Die Studie zieht dafür Informationen vom Statistikportal Numbeo heran. Gemäß der Plattform hat München europaweit den dritthöchsten Sicherheitsindex von 78,22 Punkten (Hamburg 59,37, Berlin 55,36, Frankfurt 54,54).

Hauptgrund: Sicherheit

Die Sicherheit ist gemäß der Studie der Hauptgrund für das gute Abschneiden von München: Insgesamt 77 von 175 möglichen Punkten hat die Stadt gesammelt.

Im europaweiten Vergleich kommt München damit allerdings nur auf Rang 20, hinter Rom, Florenz und Edinburgh. Auf den ersten drei Plätzen sind mit Krakau (161 Punkte) und Warschau (150) zwei polnische Städte, auf Platz drei ist Budapest in Ungarn (147 Punkte). Eine Mischung aus günstigen Lebenshaltungskosten und hoher Sicherheit ist dafür ausschlaggebend.

Die Ergebnisse sind sicherlich mit Vorsicht zu genießen, durchgeführt hat die Studie die Onlineplattform "Playerstime", die Mediationsverfahren für Online-Glücksspiel anbietet. Falls Ihnen aber demnächst in der Stadt auffällig viele arbeitende Leute mit Laptop auffallen, die irgendwo sitzen, wo es schön ist, war vielleicht doch etwas dran.

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10 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
  • Rigobert am 08.04.2026 15:41 Uhr / Bewertung:

    Wer München sich nicht leisten kann, sollte auch nicht herziehen. Der soziale Wohnungsbau sollte reduziert werden. Wer bekommt denn diese Wohnungen?

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  • Bayern69 am 08.04.2026 12:04 Uhr / Bewertung:

    Sagen wir mal so, in München ist die Verelendung noch nicht so zu spüren wie in anderen Städten Deutschlands außerhalb von Bayern. Wir sind also sozusagen noch auf dem Promenadendeck der Titanic und sollten es genießen, solange es noch möglich ist.

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  • tutnixzursache am 08.04.2026 10:04 Uhr / Bewertung:

    "In Frankfurt sind Airbnb-Wohnungen günstiger"
    AirBNB gehört in Städten komplett verboten. Dieses System entzieht dem Wohnungsmarkt dringend benötigte Mietwohnungen. In vielen Städten weltweit wurde Airbnb schon verboten oder zumindest extrem stark eingeschränkt, so dass sich gewerbsmäßige Vermietung nicht mehr lohnt.

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