Strobl: Die Fußballstadt München wird nun zur Sportstadt

Bügermeisterin Christine Strobl spricht in der AZ über die neue Halle, den Vertrag und den Olympiapark.
| Interview: Matthias Kerber
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Bürgermeisterin Strobl mit Arena-Modell – sowie Red-Bull-Bauchef Schluder, Bayern-Boss Hoeneß, SAP-Vorstand Leukert, Architekt Ammundsen (v.l.n.r.).
Marcel Engelbrech/GEPA pictures Bürgermeisterin Strobl mit Arena-Modell – sowie Red-Bull-Bauchef Schluder, Bayern-Boss Hoeneß, SAP-Vorstand Leukert, Architekt Ammundsen (v.l.n.r.).

München - Im Olympiapark baut Red Bull eine neue Sporthalle, in die die Basketballer des FC Bayern München und der EHC einziehen werden. Die Stadt hat sich für 50 Jahre als Langzeitmieterin verpflichtet.

AZ: Frau Bürgermeisterin Strobl, München bekommt jetzt von Red Bull eine Halle im Wert von gut 100 Millionen Euro hingestellt, da kann die Stadt ja nur frohlocken, oder?
CHRISTINE STROBL: Natürlich sind wir sehr froh. Vor allem, wenn man sieht, dass die alte Eishalle doch sehr in die Jahre gekommen ist, und wir als Stadt ein Investment in die Halle hätten machen müssen. Für uns war das eine Win-win-Situation, wir haben als Stadt etwa 8000 Stunden für den Breitensport auf den Nebenflächen im Mietvertrag vereinbart. In der neuen Halle wird es mit Eishockey und Basketball absolut hochklassigen Sport im Olympiapark geben – dafür ist er ja auch mal gebaut worden.

Ihr Eindruck vom Entwurf?
Es war uns als Stadt wichtig, dass der Entwurf in das Gesamtkonzept des Olympiaparks passt. Der ist ein architektonisches Highlight, nicht nur bundesweit, sondern weltweit. Da sich die Stadt mit dem Olympiapark darum bemühen will, dass der Olympiapark zum Weltkulturerbe der Unesco ernannt wird, musste das alles harmonisch passen – und die neue Arena sollte keine Konkurrenz zur Zeltkonstruktion des Olympiastadion darstellen. All das ist bestens erfüllt.

Strobl: "Hochprofessionelle Zusammenarbeit"

Wie hart sind die Verhandlungen mit zwei Giganten wie dem Red-Bull-Konzern und dem FC Bayern?
Die Stadt ist auch ein riesiger Konzern. Die Gespräche sind relativ problemlos verlaufen, die Zusammenarbeit war hochprofessionell, man kann sich auf beide Beteiligte verlassen. Und die können sich auch auf die Stadt verlassen. Klar musste man ab und zu mal deutlich sagen, was Sache ist, aber das gehört dazu. Natürlich ging es darum, wie werden die Verträge gestaltet, der Erbpachtvertrag, der Mietvertrag. Was kann man in der Halle stattfinden lassen, ohne dass wir uns in eine Konkurrenzsituation mit der Olympiahalle begeben? Die Tage der Nutzungen sind genau festgelegt, wie viele es sind. Die Verträge beinhalten natürlich auch, welche Veranstaltungen ausgeschlossen sind, wir als Stadt haben auch Nutzungszeiten für die große Halle festgeschrieben – die liegen im dreistelligen Stundenbereich. Da können wir dann auch mal einen großen Publikumslauf veranstalten, das ist auf jeden Fall etwas Besonderes. Die Menschen stehen im Vordergrund.

Der Mietvertrag für die Halle beträgt 50 Jahre, richtig?
Richtig. Ich freue mich sehr darauf. Durch die neue Arena wird die Fußballstadt München endgültig zur Sportstadt München.

Lesen Sie hier: Münchner Großmarkthalle - Privater Investor darf planen

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