Streit um laute Musik eskaliert: Teenager bespucken Polizisten und zeigen Hitlergruß

Zwei Teenager haben am Mittwoch in einer S-Bahn für mächtig Stunk gesorgt. Am Ende fand sich das alkoholisierte Duo auf einer Polizeiwache wieder und hat jetzt richtig viel Ärger am Hacken.
von  André Wagner
An der Haltestelle Hirschgarten kam es zu einem Einsatz der Bundespolizei.
An der Haltestelle Hirschgarten kam es zu einem Einsatz der Bundespolizei. © Bundespolizei

Ein 16- und ein 17-Jähriger haben sich am Mittwochnachmittag in einer S-Bahn derart danebenbenommen, dass die beiden sich am Ende auf einer Polizeiwache wiederfanden und nun richtig Ärger am Hacken haben.

Wie die Polizei mitteilte, hörten die beiden Teenager in der S-Bahn lautstark Musik, ohne dabei Rücksicht auf andere Fahrgäste zu nehmen. Eine 64-Jährige aus Schrobenhausen nahm das Verhalten der beiden Jugendlichen mit ihrem Smartphone auf. 

Teenager attackieren 64-Jährige in der S-Bahn

Das missfiel den alkoholisierten Teenagern, die auf die 64-Jährige zugingen und diese schubsten. Die Frau geriet aus dem Gleichgewicht, konnte allerdings einen Sturz vermeiden.

Beim Aussteigen an der Haltestelle Hirschgarten spuckte der in Krakau geborene 17-jährige Pole, ohne festen Wohnsitz in Deutschland, die Frau an und traf diese am Ärmel.

Polizeibeamte bespuckt und Hitlergruß gezeigt

Mittlerweile wurde auch die Bundespolizei alarmiert, deren Beamte alle Beteiligten an der S-Bahnhaltestelle antreffen konnten. Der 17-Jährige ließ jeglichen Respekt gegenüber der Polizei missen und beleidigte mehrere Beamte. Einem davon beförderte er auf freiwilliger Basis eine weitere Speichelprobe mitten ins Gesicht.

Auch der 16-jährige Deutsche aus der Au verhielt sich renitent. Wie Videoauswertungen ergaben, zeigte der Teenager am Bahnsteig den Hitlergruß.

Als auf der Dienststelle der Bundespolizei an der Denisstraße das Verhalten der beiden Teenager protokolliert und die Personalien aufgenommen wurden, kam heraus, dass der 16-Jährige bereits polizeibekannt war und im polizeilichen Informationssystem als gewalttätig geführt wird.

16-Jähriger bei der Polizei als gewalttätig bekannt

Während der polizeilichen Maßnahmen begann der 16-Jährige plötzlich über Schmerzen am Daumen zu klagen. Rettungskräfte nahmen sich dem an und stellten dabei fest, dass es sich um einen alten, bislang offensichtlich unbehandelten Bruch handelte.

Da die beiden Jugendlichen sichtlich alkoholisiert waren (der 16-Jährige hatte 1,89 Promille im Atem), ordnete die Staatsanwaltschaft Blutentnahmen an.

Der 16-Jährige musste sich von seinem Vater auf der Polizeiwache abholen lassen, der 17-Jährige wurde nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß gelassen.

Die Bundespolizei ermittelt nun gegen das Duo wegen Körperverletzung, Beleidigung sowie Verwendung von verfassungswidrigen Kennzeichen.

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