Streit um Abschiebung nach Afghanistan

Ein junger Mann muss zurück, obwohl er dort offenbar bedroht ist. Grüne fordern Stadt zum Handeln auf.
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Nach Ansicht seiner Anwältin wird der Mann in Afghanistan akut bedroht. (Symbolbild)
dpa Nach Ansicht seiner Anwältin wird der Mann in Afghanistan akut bedroht. (Symbolbild)

München - Straffällig geworden ist der junge Afghane nicht, eine Festanstellung hat er auch. Zudem lebt der Mann in einer festen Beziehung – und wird nach Ansicht seiner Anwältin in Afghanistan akut bedroht. Trotzdem sollte er am späten Montagabend vom Münchner Flughafen abgeschoben werden.

Nach Angaben seiner Anwältin lebt er seit 2011 in Deutschland. Der Mann leide unter erheblichen psychischen Problemen. Vor einigen Wochen hat er einen neuen Asylantrag gestellt, nachdem sein Vater in Afghanistan von seiner Beziehung erfahren hat.

Ein Gutachter hat der Anwältin bestätigt, wie gefährlich das in Afghanistan werden kann. Abschiebungen aus Deutschland würden so große mediale Aufmerksamkeit bekommen, dass die Eltern von seiner unfreiwilligen Rückkehr erfahren würden. Sowohl von familiärer, als auch von staatlicher Seite sei er durch das Vergehen einer außerehelichen Beziehung bedroht.

Unterdessen fordern die Landtags-Grünen die Stadt München auf, ihre Anteilsbeteiligung am Flughafen dazu zu nutzen, die Ausweisungen nach Afghanistan zu stoppen.

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