Streit im Münchner Wohnhaus: 69-Jähriger soll Elfjährigen mit Erschießen gedroht haben

Ein 69-jähriger Münchner mit britischer Herkunft soll im Stadtteil Am Hart am Freitagabend gegen 20 Uhr gedroht haben, einen elfjährigen Jungen zu erschießen. Nach Polizeiangaben drohte er auch einer 44-Jährigen mit einem Messerangriff und dem Tod. Das Ganze geschah offenbar an der Max-von-Laue-Straße.
Demnach besuchte der Mann am Freitag eine Bekannte in einem Mehrfamilienhaus, die offenbar arbeitsunfähig und pflegebedürftig ist. Hierbei sei es zu einem Streit mit der 44 Jahre alten Nachbarin gekommen. Der 69-Jährige soll der Frau an ihrer Wohnungstür gedroht haben. Die genaue Streitursache ist unklar.
Brite schmeißt Stein vom Balkon und trifft den Jungen am Kopf
Offenbar ist es in dem Haus schon häufiger zu Konflikten wegen Kinderlärm gekommen. Auch von Klingelstreichen war die Rede. Eine psychische Vorerkrankung dürfte der 69-Jährige nicht haben. Offenbar ist er jedoch sehr leicht zu reizen, wie es die Polizei nach bisheriger Sachlage einschätzt.
Die 44-jährige Nachbarin war verängstigt und wählte den Notruf. Kurz bevor die Polizei eintraf, stritt der Mann auf dem Balkon seiner Bekannten mit einem elfjährigen Nachbarskind. Der Junge stand unten. Vom Balkon aus habe der Mann gedroht, das Kind zu erschießen und den Jungen leicht verletzt. Der 69-Jährige warf Gegenstände vom Balkon, unter anderem einen Stein, den er zufällig griff. Mit dem Stein traf er laut Polizei den Jungen am Kopf.
SEK kann den wütenden 69-jährigen Rentner telefonisch kontaktieren
Die Polizei war mit 15 Streifen plus Sondereinsatzkräften der SEK vor Ort. "Solche Bedrohungslagen nehmen wir immer sehr ernst", sagte ein Polizeisprecher zu dem Großaufgebot. Während die Beamten in Uniform die Umgebung großräumig absicherten, nahm das SEK telefonisch Kontakt zu dem Mann auf.
Geschulte Verhandler bewegten den Mann laut Polizei in der Folge, die Wohnung zu verlassen. Er sei widerstandslos durch Spezialeinsatzkommandos gesichert worden. Kurz vor 22 Uhr war also der Spuk endgültig vorbei.
Der Münchner Brite ist polizeibekannt
Der 69-Jährige sei nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen worden, da sich keine Hinweise auf eine weitere Gefahr ergeben hätten. Er wurde unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung angezeigt. Die Ermittlungen laufen. Der Brite ist offenbar bereits wegen Körperverletzungsdelikten polizeibekannt.