Streit im Innenhof eskaliert: Schuss löst Polizei-Großeinsatz in München aus

Im Innenhof einer Wohnanlage in München streiten sich mehrere Männer. Plötzlich kracht ein Schuss. Ein Anwohner alarmiert den Polizeinotruf. Mehr als 25 Streifenwagen und Spezialkräfte der Polizei rücken aus. Das sind die Hintergründe. 
Ralph Hub
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Ein Schuss bei einem Streit im Innenhof eines Mietshauses alarmiert die Nachbarschaft. Die Polizei rückt an. Einen Verdächtigen nehmen die Beamten fest. (Symbolbild)
Ein Schuss bei einem Streit im Innenhof eines Mietshauses alarmiert die Nachbarschaft. Die Polizei rückt an. Einen Verdächtigen nehmen die Beamten fest. (Symbolbild) © Markus Lenhardt

Gegen 13.25 Uhr peitschte am Montagnachmittag ein Schuss im Innenhof eines Wohnkomplexes im Bereich der Trappentreustraße im Münchner Westend. Ein Passant bekam es mit der Angst zu tun und verständigte den Polizeinotruf. Die Einsatzzentrale im Präsidium schickte umgehend alle verfügbaren Streifen: mehr als 25 Einsatzfahrzeuge, dazu Spezialeinheiten wie das Unterstützungskommando (USK).

Passant alarmiert Polizeinotruf

Laut Zeugen waren mehrere Männer in dem Innenhof in Streit geraten. Dabei soll der Schuss gefallen sein. Die Beamten riegelten die Umgebung weiträumig ab. Die Polizisten trafen im Innenhof auf einen 33-Jährigen. Der in München lebende Türke erzählte, dass es zwischen ihm und zwei weiteren Männern zu einem Streit gekommen sei. Worum es dabei ging, verriet der Mann nicht sofort. Der Disput sei handgreiflich geworden. Bei dem Gerangel soll sich ein Schuss gelöst haben. Die Tatwaffe war eine Schreckschusspistole, wie sich schnell herausstellte. Am Tatort wurde eine Patronenhülse gefunden, nicht aber die Pistole, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. In der Wohnanlage in der Trappentreustraße wurden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt. Auch ein Spürhund der Polizei war im Einsatz.

Großfahndung mit Spezialkräften

Umgehend lief eine Großfahndung nach den beiden flüchtigen Verdächtigen an. Die Suche wurde bis an die Donnersbergerbrücke, den dortigen S-Bahnhof sowie bis zum Heimeranplatz und den S- und U-Bahnhof ausgeweitet. An der Suche waren auch etliche Beamte der Bundespolizei beteiligt.

17-Jähriger weiterhin flüchtig

Die Einsatzkräfte nahmen schließlich einen 22-jährigen Deutschen aus dem Landkreis München unter dringendem Tatverdacht fest. Der 22-Jährige verriet offenbar den Ermittlern auch den Namen des zweiten Flüchtigen. Nach ihm wird derzeit noch gefahndet. Bei dem Verdächtigen handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 17-jährigen Deutschen aus München. Sein Aufenthaltsort war am Dienstag noch unbekannt, an seiner Wohnadresse war er nicht anzutreffen.

Alle drei Männer sind der Polizei bereits bekannt

Alle drei Männer sind bei der Polizei bereits aktenkundig: Gegen sie wurde früher schon wegen Drogendelikten, aber auch wegen Gewaltdelikten ermittelt. Sowohl der 33-Jährige als auch der 22-Jährige wurden nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Die Fahndung nach dem 17-Jährigen läuft weiter.

Polizeiauto fährt Fünfjährigen an

Auf der Fahrt zum Einsatz im Westend hat ein Streifenwagen in der Arnulfstraße in der Maxvorstadt einen fünf Jahre alten Buben angefahren und verletzt. Gegen 13.45 Uhr wollte die Streifenwagenbesatzung an der Kreuzung Arnulfstraße und Deroystraße wenden. Dabei passierte der Unfall. Eine Familie wollte an einer Ampel bei Grün über die Arnulfstraße. Der Bub saß auf seinem Kinderfahrrad. Beim Zusammenstoß stürzte das Kind. Der Fünfjährige erlitt Prellungen und Schürfwunden. Er wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

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  • HiggsBoson vor 6 Stunden / Bewertung:

    Sehr undurchsichtig der Artikel.

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  • Der wahre tscharlie vor 4 Stunden / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von HiggsBoson

    Finde ich nicht.

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